Fußball-Zweitligist MSV Duisburg verpflichtet Felix Wiedwald

MSV Duisburg : Torwart Felix Wiedwald kehrt zurück

Der Zweitligist leiht den 28-Jährigen von Eintracht Frankfurt aus. Für Sebastian Neumann ist die Saison hingegen gelaufen. Er wird in der kommenden Woche an der Hüfte operiert. Joseph Baffoe stellt sich am heutigen Donnerstag als Testspieler vor.

Das neue Jahr beginnt für den Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Die gute vorweg: Der Verein ist auf der Suche nach einem Torhüter fündig geworden. Der MSV verpflichtet Felix Wiedwald. Ausgeliehen bis zum Saisonende wird der 28-Jährige von Eintracht Frankfurt. Somit kehrt der Keeper nach fünfeinhalb Jahren an seine alte Wirkungsstätte zurück. Wiedwald hütete bereits zwischen 2011 und 2013 das MSV-Tor. Nach dem Lizenzentzug in Duisburg kam der Schlussmann dann in 70 Bundesliga-Spielen für Eintracht Frankfurt (11), Werder Bremen (59) sowie in England für Leeds United (28) zum Einsatz.

Die MSV-Verantwortlichen freuen sich auf den Rückkehrer. „Wir wollen mit der Verpflichtung von Felix neue Akzente setzen. Für die Rückrunde benötigen wir Spieler, die Verantwortung übernehmen. Wir kennen Felix, er kennt uns – das passt“, wird Sportdirektor Ivo Grlic in der Pressemitteilung des MSV zitiert. „Jeder Spieler, und das gilt nicht nur für das Tor, hat jetzt die Möglichkeit, zu zeigen, warum er beim Auftakt in Bochum und in den kommenden Wochen auf dem Platz stehen muss. Ich erwarte von allen eine Reaktion und schließe auch weitere Transfers nicht aus.“ Auch MSV-Coach Torsten Lieberknecht begrüßt die Verpflichtung. „Mit Felix haben wir einen erfahrenen Torhüter mit starker Persönlichkeit verpflichtet, der das Erreichen unserer Ziele mit antreibt“, wird der Trainer zitiert.

Wiedwald selbst sagt: „Ich freue mich wirklich, wieder hier zu sein. Ich gebe in diesen sechs Monaten alles, um dem Verein zu helfen, die Klasse zu halten.“ Am heutigen Donnerstag wird er beim Trainingsauftakt um 11 Uhr schon auf dem Platz stehen. Einer wird aber fehlen – und das ist die schlechte Nachricht: Innenverteidiger Sebastian Neumann muss sich in der kommenden Woche in München einer Hüft-Operation unterziehen und fällt bis zum Saisonende aus. Auch deshalb stellt sich heute ein Testspieler vor. Von den spielerischen Qualitäten des Gastes ist Lieberknecht schon überzeugt. Denn er kennt Joseph Baffoe bestens. Der Abwehrspieler stand von 2015 bis zum Sommer 2018 bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag. Der gebürtige Ghanaer mit schwedischem Pass ist allerdings seit einem halben Jahr vereinslos. Verletzungsbedingt bestritt er sein letztes Spiel im Oktober 2017. Baffoe soll in den nächsten Tagen zeigen, ob er den Zebras im Abstiegskampf kurzfristig helfen kann.

Die beiden kennen sich aus Braunschweiger Zeiten: Joseph Baffo (links) und Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: imago/Hübner

Für Sebastian Neumann ist die neue Diagnose ein schwerer Schlag. Im Spiel gegen den 1. FC Köln im Oktober griff er als Einwechselspieler ins Geschehen ein und klagte nach dem Spiel aber über schwere Hüftbeschwerden. Die Ärzte entschlossen sich, die Blessur konservativ zu behandeln. Zunächst schien es, als sollte dies der richtige Schritt gewesen sein. Im Dezember meldete sich Neumann zurück, hatte aber Pech, als er sich im Training eine schwere Knieprellung zuzog. Die Hüftbeschwerden nahmen wieder zu, so dass sich die Mediziner für die Operation entschieden. „Es tut mir richtig leid, dass die Fans noch nicht den richtigen Basti Neumann kennenlernen durften“, zitiert der MSV den verletzten Innenverteidiger auf seiner Internetseite.

(D.R./RP)
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