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Fußball: Januar ist der Monat der Wahrheit für den MSV Duisburg

Trainer Gino Lettieri erwartet weitere Leistungssteigerung : Monat der Wahrheit für den MSV Duisburg

Der Drittligist muss Punkte und Geld einsammeln, wenn er eine Zukunft in der Klasse haben will. Die Fans leisteten schon einen Beitrag. Rund 70.000 Euro kamen durch den Verkauf von Geister-Dauerkarten aufs Konto.

Der erste Monat des neuen Jahres wird für den Fußball-Drittligisten MSV Duisburg bereits richtungsweisend sein. Am Sonntag, 10. Januar, kehren die Zebras in den Ligabetrieb zurück. Im Januar muss der MSV innerhalb von 16 Tagen fünf Partien bestreiten.

Auf das Gastspiel in Bayern folgen drei Heimpartien: gegen den SV Meppen (17. Januar), gegen den 1. FC Magdeburg (20. Januar) und im ersten Rückrundenspiel gegen den FC Hansa Rostock (23. Januar). Am Dienstag, 26. Januar, geht es noch zum FSV Zwickau. Danach steht das Heimspiel gegen den VfB Lübeck auf dem Programm, der DFB hat diese Partie aber noch nicht fest terminiert.

Ende Januar dürften Trainer Gino Lettieri und die weiteren Verantwortlichen schlauer sein: Kann sich die Mannschaft festigen und kontinuierlich punkten? Oder bleibt ein Befreiungsschlag aus und der MSV Duisburg wird weiter erbittert um den Klassenerhalt in der Dritten Liga kämpfen müssen.

Gino Lettieri hofft auf die erste Variante. Der 54-Jährige sah die Mannschaft im alten Jahr zuletzt auf einem guten Weg. Aus den letzten drei Spielen holte der MSV fünf Punkte. Lettieri hätte gerne den einen oder anderen Zähler mehr eingesammelt, was aber unter anderem durch den Ausfall des Magdeburg-Spiels nicht möglich war. Der Sprung über den Strich gelang somit nicht. Aber die Mannschaft konnte den Kontakt zu den Mittelfeldplätzen wieder herstellen. Trainer Lettieri freut sich, dass die jüngsten Spiele das Selbstvertrauen seines Personals gestärkt haben: „Die Jungs wissen jetzt: Da geht etwas.“ Und nicht nur das – der Coach erwartet, dass sich die Mannschaft weiter steigern kann.

Die personelle Situation wird auch im Januar angespannt sein. Wann Mirnes Pepic (Muskelverletzung) ins Mannschaftstraining zurückkehren wird, ist noch nicht absehbar. Das gilt auch für Lukas Scepanik, der am Pfeifferschen Drüsenfieber laboriert. Für Niko Bretschneider (operierter Leistenbruch und Schambeinentzündung) ist ein kurzfristiges Comeback kein Thema, er schuftet in der Reha.

Aber es gibt auch Hoffnungsträger: Connor Krempicki meldete sich kurz vor dem Jahreswechsel im Mannschaftstraining zurück. Joshua Bitter, der am Neujahrstag 24 Jahre alt wurde, und Leroy-Jacques Mickels verbuchten im Dezember bereits Einsatzzeiten, wollen und müssen aber noch Defizite aufholen. Die Testspiele gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sonntag, 3. Januar) und gegen den SV Rödinghausen (Mittwoch, 6. Januar) können Aufschluss darüber geben, wie weit die Spieler sind.

Der Monat Januar wird allerdings nicht nur auf dem Spielfeld richtungsweisend sein. Bis zum 21. Januar muss der MSV eine Finanzlücke schließen und damit die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes erfüllen. Die Fans leisteten dabei in den vergangenen Wochen auch ihren Beitrag. Wie der MSV mitteilte, haben gut 1400 Anhänger die Geister-Dauerkarte gekauft. Damit fließen rund 70.000 Euro in das Projekt „Lückenschluss“.

Nicht nur beim MSV stehen in diesen Tagen die Finanzen im Fokus. Nachbar KFC Uerdingen, bei dem der russische Investor Mikhail Ponomarev aussteigt, hat nach eigenen Angaben neue Geldgeber gefunden. Bis zum 15. Januar können die Mitglieder darüber abstimmen, ob sie den Einstieg neuer Investoren und gegebenenfalls auch einer Kapitalerhöhung zustimmen wollen. Die Namen der potenziellen neuen Anteilshaber nennt der KFC Uerdingen nicht.

Beim Aufsteiger Türkgücü München sind neue Investoren hingegen noch nicht in Sicht. Bekanntlich hat Geldgeber Hasan Kivran, der den rasanten Aufstieg der Münchener in den vergangenen Jahren ermöglicht hatte, seinen Ausstieg erklärt. Zudem droht dem Verein laut Informationen des Fachmagazins „Kicker“ in dieser Saison ein Verlust von vier Millionen Euro.