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MSV Duisburg: Für den MSV sind aller guten Dinge "drei"

MSV Duisburg : Für den MSV sind aller guten Dinge "drei"

Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen begleitet den MSV Duisburg morgen (13.30 Uhr) die Zahl drei. Der Fußball-Zweitligist peilt den dritten Sieg in Folge an. Drei Tore fehlen überdies zum 1000. Zweitligator der Zweitliga-Geschichte.

Timo Perthel antwortete diplomatisch auf die Frage, ob er es denn sein möchte, der morgen womöglich in die Geschichtsbücher des MSV Duisburg eingeht. 997 Tore haben die Zebras bisher in 19 Zweitliga-Spielzeiten markiert. "Den 1000. Treffer zu erzielen, wäre natürlich großartig", sagt Perthel lächelnd, "aber ehrlich gesagt ist mir egal, wer trifft. Hauptsache wir schießen Tore und gewinnen gegen Sandhausen."

Gegen den Tabellenvorletzten drei Treffer zu erzielen, wird ohnehin keine einfache Aufgabe. "Der Sieg ist das Ziel, aber ein Spaziergang wird das nicht", glaubt Trainer Kosta Runjaic, der allerdings ankündigte, "dass wir so auftreten, wie es sich für eine Heimmannschaft gehört. Wir haben die große Chance, dem Ziel Klassenerhalt mit großen Schritten näher zu kommen. Nach wie vor glaube ich, dass 40 Punkte dafür nötig sind."

Als Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel hat der SV Sandhausen zwar die meisten Treffer (33) der hinteren neun Teams erzielt, mit 54 aber auch mit Abstand die meisten Gegentore kassiert. Runjaic warnt insbesondere vor den gefährlichen Standards der Gäste. "Sandhausen hat Spieler in seinen Reihen, die immer für ein Tor gut sind. Das gilt aber auch für uns."

Der Coach bringt dabei etwas abergläubig die Zahl drei ins Spiel. Nicht nur, dass dem MSV noch drei Tore zum 1000. Zweitligatreffer fehlen. "Wir wollen unser drittes Spiel in Folge gewinnen und Ranisav Jovanovic sein drittes Tor in Serie schießen", fügt der 41-Jährige augenzwinkernd an.

Und weil dem noch nicht genug der Zahlenspielerei ist, könnte Timo Perthel zugleich sein drittes Saisontor erzielen. "Letzte Saison habe ich einmal getroffen, in dieser schon zweimal. Ich würde gerne noch weitere Tore für den MSV erzielen", sagte der 24-Jährige, der wohl auch morgen auf der linken Außenverteidigerposition zum Einsatz kommt.

Perthel fühlt sich dort am wohlsten. Sein Trainer weiß aber, was er an dem flexiblen Linksfuß hat, der bei seinem Tor in Bochum auch mit Rechts seine Schussgewalt unter Beweis stellte. "Timo ist Vollprofi, bringt alles mit, was ein guter Fußballer braucht. Er ist schnell, hat einen guten linken Fuß und ein gutes Auge. Dass er nach seiner Verletzung Anlaufzeit brauchte, ist normal. Aber seine Zeit wird noch kommen", sagt Runjaic, der sich sicher ist: "Wenn Timo seine Stärken weiter optimiert und die leichtsinnigen Fehler abstellt, wird es schwer sein, ihn in Duisburg zu halten. Er weiß aber auch, dass viel Arbeit nötig ist, um den Durchbruch zu schaffen."

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Mindestens einen Treffer traut er dem Abwehrspieler in dieser Spielzeit noch zu, der am 9. August 2008 für Werder Bremen II gegen den SV Sandhausen sein Seniorendebüt in der 3.Liga feierte. Aus personeller Sicht gab Kosta Runjaic gestern Entwarnung. Sowohl Goran Sukalo als auch Ranisav Jovanovic sind im Mannschaftstraining zurück. "Rani merkt man an, dass er wieder Lust hat, Fußball zu spielen. Wir sind zuversichtlich, dass er spielen kann." Auch Sukalo nennt er eine Alternative — mit der Einschränkung "wenn er keinen Rückfall erleidet". In diesem Fall stünde Tanju Öztürk bereit.

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(RP)