Duisburg: Derbysieg gegen den totalen Fehlstart

Fußball : MSV: Derbysieg gegen den totalen Fehlstart

Zweitligist MSV Duisburg trifft am Samstagmittag an der Wedau auf den VfL Bochum. Beide Teams haben zum Saisonauftakt verloren. Im eigenen Stadion hatten die Meidericher in der vergangenen Spielzeit Anlaufschwierigkeiten.

Jannik Bandowski, Fußball-Profi beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum, liegt seit mehreren Monaten mit einem Kreuzbandriss auf Eis. Somit wird sich beim Derby zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Bochum, das Samstag um 13 Uhr in der Schauinslandreisen-Arena beginnt, zumindest in einer Hinsicht Geschichte nicht wiederholen. Bandowski traf am zweiten Spieltag der vergangenen Saison an der Wedau beim 1:1 für die Bochumer zum Ausgleich.

Das mag all jene, die abergläubisch sind, beruhigen. Es reicht schon aus Duisburger Sicht, dass der Dresdner Lucas Röser am vergangenen Montag für Dynamo gegen den MSV wie schon im Vorjahr zum 1:0 traf.

Für die Zebras war vor Jahresfrist Borys Tashchy erfolgreich. Ob der Ukrainer erneut die Gelegenheit erhält, auf der Tastatur „Copy & Paste“ zu aktivieren, ist offen. Trainer Ilia Gruev erklärte im Vorfeld der Partie, dass Veränderungen im Vergleich zum Spiel in Dresden möglich seien. Das betrifft zum einen das Spielsystem – wie schon hinlänglich diskutiert, geht es hier um eine Vierer- oder eine Fünferkette in der Abwehr – und zum anderen das Personal, das in der Startelf stehen wird. Borys Tashchy und John Verhoek rissen in Dresden keine Bäume aus. Neuzugang Richard Sukatu-Pasu steht nach Ablauf seiner Sperre als Alternative bereit. Der Mann bestritt von 2013 bis 2014 32 Punktspiele für den VfL Bochum (sechs Tore). Das dürfte indes nicht das entscheidende Kriterium für eine Aufstellung sein.

Ilia Gruev hat alle Möglichkeiten, Veränderungen vorzunehmen. Alle Spieler sind an Bord. Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt hatte in Dresden Beschwerden an der Patellasehne. Die sind ebenso ausgestanden wie der Pferdekuss, mit dem sich Kapitän Kevin Wolze unter der Woche herumplagte. Mit Ahmet Engin, Cauly Oliveira Souza und Neuzugang Joe Gyau saßen am Montag drei Flügelspieler systembedingt auf der Bank. Bei einem Wechsel zum klassischen 4-4-2 könnte zumindest einer dieser Spieler auf einen Starteinsatz hoffen.

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Wolze erwartet einen „äußerst spielstarken Gegner“ und eine hitzige Derby-Atmosphäre. „In den Spielen gegen den VfL Bochum ist immer Feuer drin“, weiß der 28-Jährige. Beim letzten Duell beider Teams trug Wolze entscheidend zum Duisburger Erfolg bei. Beim 2:0-Sieg der Zebras in Bochum im Januar verwandelte er einen Elfmeter. Trainer Ilia Gruev betont, dass er in Dresden viele gute Dinge gesehen habe, er entdeckte aber auch genügend Ansätze, um Dinge zu verbessern. Der 48-Jährige attestierte seinen Spielern Konzentrationsschwächen und Schwierigkeiten nach eigenen Ballverlusten. „In Dresden hat eine einzige Situation das Spiel entschieden. Kleinigkeiten geben den Ausschlag. Das zeigt, dass die Liga erneut eng ist“, unterstreicht der Trainer.

Auch der VfL Bochum geht mit einer Auftaktniederlage im Gepäck ins Derby, zu dem der MSV 20.000 Zuschauer erwartet. Beide Mannschaften wollen den klassischen Fehlstart vermeiden. Ilia Gruev ging zudem mit der Zielsetzung in die Saison, vor allem in den Heimspielen erfolgreicher als im vergangenen Jahr spielen zu wollen. In der Saison 2017/18 verbuchte der MSV Duisburg nur sechs Heimsiege und belegte in der Heimtabelle Platz 15. Einschließlich DFB-Pokal gelang den Zebras in der vergangenen Saison erst im achten Anlauf ein Erfolg im eigenen Stadion. So lange will niemand erneut warten.

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