Die Personallage beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg

MSV Duisburg : Beim MSV sind noch sechs Stellen frei

Der Zweitliga-Absteiger will mit 20 Feldspielern und drei Torhütern in die neue Saison gehen. 17. Akteure sind bislang erst unter Vertrag. Klar ist: In allen Bereichen benötigen die Zebras noch Qualität, wenn der Aufstieg ein Thema sein soll.

Die Formel beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg lautet 20 plus drei. 20 Feldspieler und drei Torhüter soll der Kader des Zweitliga-Absteigers für die neue Saison umfassen. Dies machte Sportdirektor Ivica Grlic deutlich. Aktuell stehen 16 Feldspieler und ein Keeper auf der Personalliste. Die neue Formel, die es idealerweise so schnell wie möglich zu lösen gilt, lautet somit vier plus zwei. So stellt sich der aktuelle Kader mit der Formel 16 plus eins dar:

Torhüter: Torwart-Trainer Sven Beuckert (45) scherzte am Sonntag am Rande des Testspiels in Wanheim, dass er zur Not ins Training einsteigen könne. Damit dem Fan das Lachen nicht vergeht, muss Sportdirektor Ivica Grlic noch zwei Kollegen für Youngster Jonas Brendieck (20) verpflichten. Priorität genießt naturgemäß die Suche nach der klassischen Nummer eins. Probespieler Tobias Trautner, zuletzt Ersatzmann beim Drittliga-Absteiger Sportfreunde Lotte, erfüllt dieses Kriterium nicht.

Abwehr: Sieben Defensivspezialisten stehen derzeit im Kader. Sebastian Neumann (28) ist hier Alterspräsident. Ob er nach seiner Hüftoperation zum Saisonstart bei 100 Prozent sein kann, ist noch offen. Thomas Blomeyer kehrte weitgehend ohne Spielpraxis aus Lotte zurück. Zebrastallgeruch bringen Migel-Max Schmeling und Vincent Gembalies mit. Der Ex-Paderborner Lukas Boeder ist der erfahrenste Neuzugang. Arne Sicker und Joshua Bitter müssen sich in der Dritten Liga erst noch etablieren. Hier täte noch mindestens ein gestandener Haudegen der Defensive gut.

Mittelfeld: Hier gibt es unter den sieben Spielern fünf bekannte Gesichter: Moritz Stoppelkamp, Tim Albutat, Ahmet Engin, Lukas Daschner und Joseph-Claude Gyau (wenn denn der Flügelspieler nicht doch herumzicken sollte, um einen Wechsel in die USA zu realisieren). Neu sind die Regionalliga-Spieler Lukas Scepanik und Arnold Budimbu.

Ein junges, aber bekanntes Gesicht, das bei den Fans hoch im Kurs steht: Mittelfeldspieler Lukas Daschner. Foto: Mark Bohla

Auch im Mittelfeld besteht noch Handlungsbedarf. Der MSV benötigt einen Nachfolger für Fabian Schnellhardt – auch wenn Trainer Torsten Lieberknecht bereits deutlich machte, dass Schnellhardt nicht zu ersetzen ist. Lieberknecht: „Unsere Spielidee steht im Vordergrund.“

Angriff: Erst zwei Stürmer sind an Bord. Sinan Karweina kam verletzt von den Sportfreunden Lotte und kann erst mit Verspätung die volle Trainingsbelastung aufnehmen. Mit dem Niederländer Vincent Vermeij heuerte ein gestandener Profi an. Die Erwartungen an ihn sind hoch. Er muss auf dem Platz das abliefern, was seine Vorgänger in der verqangenen Saison vermissen ließen. Der schöne Satz, dass sich Stürmer nicht allein an Toren messen lassen müssen, mag stimmen, aber in Duisburg mag das im Moment niemand mehr hören. Im Angriff sind neben Vermeij noch zwei Planstellen offen.

Neu im Meidericher Mittelfeld: Arnold Budimbu. Foto: firo/ Nagraszus

Für alle offenen Stellen gilt: Will der MSV Duisburg in Liga drei tatsächlich im Kampf um den Aufstieg nicht schweigen, sondern ein Wörtchen mitreden, wird es mit weiteren talentierten, jungen, und wuseligen Spielern nicht getan sein.

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