Der MSV Duisburg hat die Lizenz und damit Planungssicherheit

MSV Duisburg : Ivica Grlic kann endlich loslegen

Der Sportdirektor hat Planungssicherheit. Denn der Deutsche Fußball-Bund teilte dem MSV Duisburg überraschend schnell mit, dass er mit der Drittliga-Lizenz rechnen darf. Bis zum 12. Juni soll der Kader zum großen Teil stehen

Das ging nun viel schneller als erwartet: Der MSV Duisburg kann endgültig für die Dritte Fußball-Liga planen. Schon am Mittwoch erhielt der Zweitliga-Absteiger die frohe Kunde aus der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt, bei der er tags zuvor die Unterlagen eingereicht hatte. „Aus unserer Sicht sind die erforderlichen Nachweise erbracht. Wir werden dem Zulassungsbeschwerde-Ausschuss die Empfehlung aussprechen, zu entscheiden, dass die Bedingungen erfüllt sind“, teilte der DFB dem MSV mit.

Der Beschwerde-Ausschuss wird seine Entscheidung bis zum 15. Juni bekannt geben. Doch die Zitterpartie ist für die Meidericher beendet. Die Lizenzerteilung für die kommende Saison gilt nun nur noch als Formsache.

MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt atmete am Mittwoch tief durch, gab aber auch zu Protokoll, dass das Lizenzierungsverfahren für ihn persönlich keine Zitterpartie war. „Natürlich haben wir intensiv gearbeitet, einfach, weil viele Dinge in Form zu bringen waren. Wir haben aber auch nie wirklich Zweifel gehabt und waren immer sicher, dass wir in der neuen Saison wieder starten und angreifen können“, so Mohnhaupt, der weiter ausführte: „Dass der MSV die Lizenz bekommt, daran haben wieder unheimlich viele Menschen ihren Anteil – dafür sind wir sehr dankbar, und darauf dürfen der Verein und Duisburg stolz sein.“

Der MSV Duisburg musste in den vergangenen Wochen eine Liquiditätslücke, die geschätzt bei rund drei Millionen Euro lag, schließen. Ein wichtiger Baustein für die Lizenz war, dass der Stadtrat in nichtöffentlicher eine Zahlung in Höhe von einer Million Euro an die Stadionprojektgesellschaft bewilligte. Dadurch reduzieren sich für den MSV die Arena-Miete und Nebenkosten entsprechend.

Mit der Lizenz in der Tasche hat nun auch Sportdirektor Ivica Grlic Planungssicherheit. Bislang konnte der 43-Jährige noch keine Vertragsverlängerung mit einem Spieler aus dem Kreis der Akteure, die der MSV Duisburg nach dem Abstieg noch nicht verabschiedet hat, vermelden. Auch bei Neuzugängen ruht noch still der See. Ziel des Managers ist es, den Kader weitgehend komplett zu haben, wenn Trainer Torsten Lieberknecht seine Spieler am Mittwoch, 12. Juni, zum ersten Mal nach der Sommerpause auf der Klub­anlage in Meiderich um sich versammelt. Das erste Training steigt am folgenden Tag um 17 Uhr.

Dafür gibt es neue Personalien in den Bereichen Sicherheit und Fanbetreuung. Robert Komossa, bislang Fanbeauftragter, ist nun der Sicherheitsbeauftragte der Zebras. Er tritt die Nachfolge von Michael Meier an, der nach 25 Jahren in den Ruhestand geht. Für die Anliegen der Fans ist beim Drittligisten nun Christian Dorscheid verantwortlich.

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