Msv Duisburg: Den MSV erwarten junge Wilde und eine Kampfmaschine

Msv Duisburg : Den MSV erwarten junge Wilde und eine Kampfmaschine

Der nächste Gegner Karlsruher SC kam schleppend in die Saison und hat noch Luft für einen Neuzugang.

Viel hätte nicht gefehlt und der Karlsruher SC müsste sich nicht mit Sandhausen oder Heidenheim beschäftigen. Im Mai scheiterten die Kicker aus der 297 000-Einwohnerstadt in der Relegation nur hauchdünn am Hamburger SV. Nach einem 1:1 in Hamburg führte der KSC im Rückspiel 1:0, kassierte in der Nachspielzeit den Ausgleich und unterlag nach Verlängerung 1:2.

Statt dem FC Bayern kommt also weiterhin "nur" der TSV 1860 München in den Wildpark. "Wir müssen das Scheitern akzeptieren", sagt Trainer Markus Kauczinski, der beim KSC als akribischer Arbeiter und Vater des Aufschwungs gilt. Die neue Saison verlief für den Samstagsgegner des MSV Duisburg bisher nicht nach Wunsch. In der Meisterschaft setzte es Niederlagen gegen Greuther Fürth (0:1) und St. Pauli (1:2), im DFB-Pokal folgte der K.o. beim unterklassigen SSV Reutlingen (1:3). Erst durch das 2:1 beim FSV Frankfurt glückte den Karlsruhern die sportliche Wende.

"Das nutzt aber alles nichts, wenn wir gegen den MSV Duisburg nicht nachlegen", warnt Jan Mauersberger. Der Innenverteidiger war eigentlich schon aussortiert, bekam jetzt aber eine neue Chance und nutzte sie in der Innenverteidigung.

Der KSC hat durch die Transfers von Martin Max (für 3,8 Millionen zum FC Augsburg) und Rouven Hennings (für 3 Millionen zum FC Burnley) reichlich Einnahmen erzielt. Geld für einen zentralen Mittelfeldspieler, der kreatives Können mit geschickter Defensivarbeit verbinden kann, ist vorhanden. Grundsätzlich geht bei den Blau-Weißen der Trend zur Jugend.

Mit Grischa Prömel verpflichtete der KSC einen 20-jährigen Rechtsverteidiger aus Hoffenheim. Prömel debütierte in Frankfurt und bekam gute Kritiken. Der erst 19-jährige Boubacar Barry bekam Starterlaubnis als Spielgestalter - auch hier mit positiven Bewertungen. Und Ylli Sallahi (21) ist der neue Mann für die Karlsruher Standardsituationen. Mit dem 17-jährigen Marvin Mehlem hat Kauczinski eines der größten Mittelfeldtalante in der Hinterhand, die es zurzeit in Deutschland gibt.

Experten sehen Mehlem schon jetzt weiter als den einstigen Jungstar Mehmet Scholl, der das Sprungbrett Karlsruhe einst für eine erfolgreiche Karriere beim FC Bayern München nutzte.

Nur mit jungen Wilden geht es am Wildpark freilich nicht. Coach Kauczinski hat auch genug Routine im Kader. Gegen den MSV soll Abräumer Dominik Peitz sein Comeback feiern.

Der 30-Jährige gilt als Raubein, kassierte in der Vorsaison neun Gelbe und eine Gelb-Rote Karte. Beim KSC wird Peitz nur "die Kampfmaschine" genannt. Ein KSC-Kenner sagt: "Auf dem Platz ist er ungenießbar, nachher aber der liebste Mensch."

(RP)
Mehr von RP ONLINE