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MSV Duisburg: Aycicek drängt zurück in die Startelf

MSV Duisburg : Aycicek drängt zurück in die Startelf

Der von Hannover 96 zum MSV Duisburg gewechselte 23-Jährige traut sich eine tragende Rolle im defensiven Mittelfeld des Drittligisten zu. Dort plant offenbar auch Trainer Karsten Baumann mit dem Deutsch-Türken.

Mit seiner Körpergröße von 1,77m ist Deniz Aycicek kein Kopfballrecke, der hohe Bälle des Gegners kompromisslos aus der Gefahrenzone köpft. Seine Stärke ist das spielerische Element. Wendig, beidfüßig und schnell ist der 23-Jährige, der vor seinem Wechsel ins Ruhrgebiet bei Hannover 96 ausgebildet und an den Profifußball herangeführt wurde.

Von Beginn an konnte er diese Fähigkeiten in Duisburg allerdings erst ein Mal unter Beweis stellen — beim 2:0 Erfolg in Burghausen, als er mit einer mustergültigen Ecke den ersten Saisontreffer des MSV in der Dritten Liga vorbereitete. Seitdem drückt der 23-Jährige wieder die Bank.

"Vor dem Paderborn-Spiel teilte mir der Trainer mit, dass ich nicht spielen würde", kommentiert Aycicek seine Degradierung nüchtern und ohne jegliche Anzeichen von Frustration. "Der Trainer wollte in der Defensive für die nötige Stabilität sorgen und hat sich deswegen für Tanju Öztürk und Tobias Feisthammel auf der Doppelsechs entschieden."

In der zweiten Mannschaft von Hannover 96 kam der beidfüßige Mittelfeldspieler in der vergangenen Spielzeit in der Regionalliga Nord auf sieben Tore und eine Vorlage in 25 Einsätzen. Zumeist wurde er dort offensiv auf der linken Seite eingesetzt. Beim MSV plant man offenbar anders mit dem Techniker. "Vor meinem Wechsel nach Duisburg habe ich mit dem Trainerteam über meine Position gesprochen", erklärt der 23-Jährige. "Karsten Baumann und Ilia Gruev planen mit mir im defensiven Mittelfeld", führt Aycicek aus.

Dort will der Deutsch-Türke in Duisburg schnellstmöglich Fuß fassen. "Aber ich muss meine Zweikampfarbeit verbessern", kommentiert der "Ayci" den Grund, warum Tanju Öztürk bislang den Vorzug auf der Position des "Achters" erhalten haben könnte. Auf lange Zeit will sich Aycicek beim MSV unverzichtbar machen. Dass er dazu alle Fähigkeiten mitbringt, ist offensichtlich und gerade im Hinblick auf die bisherige Besetzung der Doppelsechs zu erkennen.

Mit Tanju Öztürk und Tobias Feisthammel spielen dort zwei klassische Abräumer mit Defiziten im Spiel nach vorne. Beim MSV ist man deswegen auf der Suche nach einem spielstarken Puzzlestück für das defensive Mittelfeld. Womöglich kann sich Sportdirektor Ivo Grlic die ausgiebige Suche danach sparen. In Aycicek könnte er den gesuchten Spielertypen längst gefunden haben. "Ich spiele diese Position sehr gerne und mit großem Spaß", entgegnet der Ex-Hannoveraner, der schnellstmöglich zurück in die Startelf will.

Aycicek beteuert: "Auch wenn ich bislang nicht so häufig gespielt habe, fühle ich mich hier absolut wohl. Aber mein Ziel ist es, mich in der Dritten Liga zu etablieren und dafür gebe ich in jedem Training Gas", so der 23-Jährige. "Ich will in dieser Spielzeit versuchen, so viel wie möglich zu spielen."

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Der Konkurrenzkampf an der Westender Straße scheint langsam in die Gänge zu kommen. Für das sportliche Fortkommen kann das nur förderlich sein, genau wie die gute Beziehung der Spieler untereinander. "Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist großartig, wir stehen alle eng zusammen", sagt Aycicek. "Ich hoffe, dass das im Saisonverlauf zu unserem Trumpf wird."

(RP)