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3. Liga: MSV Duisburg verliert gegen Waldhof Mannheim mit 1:3

Heimniederlage gegen Mannheim : Zwei frühe Gegentore machen alles kaputt – MSV kommt nicht aus dem Keller

Der MSV Duisburg und Waldhof Mannheim lieferten sich zum Auftakt des 17. Spieltages in der 3. Liga ein packendes Duell. Nach einem frühen 0:2-Rückstand versuchten die Zebras alles, belohnten sich aber nicht. Zumindest vor dem Anpfiff gab es eine gute Nachricht für den MSV.

Die ersten erfreulichen Nachrichten erhielt der MSV Duisburg am Freitagabend bereits vor der Partie gegen Waldhof Mannheim. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Zebras im Rahmen der sogenannten Nachlizenzierung, die für alle Klubs der 3. Liga verpflichtend war, die „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ bestätigt. Sportlich kämpft der MSV dagegen weiter um den Verbleib in der 3. Liga. Beim 1:3 (1:2) gegen Mannheim zeigten die Duisburger zwar eine kämpferische Leistung, doch stand man am Ende erneut mit leeren Händen da. Die kritische Tabellensituation des MSV verschärft sich dadurch weiter.

Im Vergleich zur Niederlage in München hatte MSV-Trainer Schmidt zwei Änderungen in der Startelf vorgenommen: Marvin Ajani ersetzte Routinier Marvin Bakalorz und Leroy Kwadwo spielte anstelle von Vincent Gembalies, der gegen 1860 zuletzt einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Gegen Mannheim ging es Schmidt neben drei Punkten auch darum, den Heim-Nimbus zu wahren. „Wir wollen unser Wohnzimmer nicht zu oft beschmutzen“, sagte Duisburgs Trainer. Doch dafür müsse seine Mannschaft „brennen“.

Davon war in der Anfangsphase der Partie jedoch nicht viel zu erkennen, zu ängstlich, zu zögerlich und zu ungenau agierte der MSV gegen selbstbewusste Gäste. Die erste Chance der Mannheimer saß dann auch gleich: Nach einem schönen Pass von Dominik Martinovic schob Marc Schnatterer frei vor Leo Weinkauf zum 1:0 für Waldhof ein (5.).

Erst nach einer knappen Viertelstunde wurde der MSV mutiger. Ausgerechnet in dieser Phase schlugen die Gäste ein weiteres Mal zu. Ein abgefälschter Schuss von Marcel Costly trudelte zum 0:2 ins Netz (18.). Der endgültige Weckruf für die Hausherren, die sich mit viel Einsatz und Leidenschaft die Kontrolle über das Spiel holten – und sich zahlreiche Möglichkeiten erarbeite. Zunächst touchierte ein Freistoß von Moritz Stoppelkamp aus aussichtsreicher Position die Latte (24.), dann traf Kwadwo den Ball bei seiner Direktabnahme zu ungenau (26.). In der 29. Minute belohnte sich der MSV schließlich. Eine Flanke von Ajani köpfte Aziz Bouhaddouz aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer ein. Der Angreifer traf damit im dritten Spiel in Serie.

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Auch die Anhänger der Zebras waren spätestens nach dem 1:2 voll da und kurz vor dem Pausenpfiff einer kampfbetonten ersten Halbzeit noch eine Riesenchance. Am Ende einer schönen Kombination über mehrere Stationen legte Orhan Ademi den Ball für den freistehenden Bouhaddouz auf. Mit der Innenseite zielte der Stürmer auf die linke Torecke, aber Waldhof-Torhüter Timo Königsmann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Da war mehr drin.

Nach dem Seitenwechsel mussten sich die Duisburger angesichts des Rückstands noch offensiver präsentieren. Die erste Möglichkeit gehörte aber den Gästen. Ein Fehler von Rechtsverteidiger Rolf Feltscher konnte Duisburgs Torhüter Weinkauf mit einer starken Parade ausbügeln (52.).

Kurz danach brachte MSV-Trainer Schmidt zwei frische Kräfte: Julian Hettwer und Niko Bretschneider kamen für die gelb vorbelasteten Feltscher und Kwadwo. Der MSV erhöhte nun das Risiko und verteidigte wesentlich höher. Ein Fernschuss von Bretschneider (66.) verfehlte knapp das Ziel. Auf der anderen Seite vergab Martinovic (71.).

Der MSV zeigte zwar weiter Moral und ließ nicht nach, doch fehlten die Ideen und Mut, die Defensive der Gäste auszuhebeln. Zu viele Versuche blieben im Ansatz stecken. So kam es, wie es kommen musste: Neun Minuten vor dem Ende der Partie sorgte Martinovic für die endgültige Entscheidung.

Nach der elften Niederlage im 17. Saisonspiel bleiben die Duisburg Tabellen 18. und belegen weiter einen Abstiegsplatz. Weiter geht es für das Team von Trainer Schmidt am Sonntag, 5. Dezember, bei der Reserve des SC Freiburg (13 Uhr).

Duisburg: Weinkauf - Feltscher (59. Hettwer), Fleckstein, Steurer, Kwadwo (59. Bretschneider) - Stierlin, Frey (71. Bakalorz) - Ajani, Stoppelkamp (86. Bakir) - Bouhaddouz, Ademi- Trainer: Schmidt

Mannheim: Königsmann - Sommer, Seegert, Verlaat, Donkor - Höger (46. Wagner), Saghiri (77. Russo) - Costly, Boyamba, Schnatterer (68. Lebeau) - Martinovic (86. Jurcher)- Trainer: Glöckner

Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen)

Tore: 0:1 Schnatterer (5.), 0:2 Costly (19.), 1:2 Bouhaddouz (26.), 1:3 Martinovic (81.)

Zuschauer: 8216

Gelbe Karten: Feltscher (37.), Kwadwo (56.) - Seegert (21.), Wagner (47.)

(old)