1. Sport
  2. Fußball
  3. MSV Duisburg

3. Liga: MSV Duisburg verliert beim 1. FC Magdeburg mit 2:3 und muss weiter um Klassenerhalt zittern

Niederlage in Magdeburg : MSV Duisburg nutzt auch den zweiten Matchball nicht

Das Zittern geht weiter. Der MSV Duisburg verliert beim 1. FC Magdeburg mit 2:3 und vergibt den zweiten Matchball auf den vorzeitigen Klassenerhalt. Für Aufregung sorgte eine Auseinandersetzung zwischen MSV-Angreifer Aziz Bouhaddouz und Magdeburgs Alexander Bittrof.

Für den MSV Duisburg geht das Zittern um den Verbleib in der 3. Liga weiter. Mit 2:3 (0:2) mussten sich die Zebras beim 1. FC Magdeburg geschlagen geben. Das Team von Trainer Pavel Dotchev konnte damit auch den zweiten Matchball zum vorzeitigen Klassenerhalt nicht nutzen.

Kai Brünker (8.), Dominik Ernst (13.) und Baris Atik (57.) trafen für die Hausherren, David Tomic (47.) und Vincent Vermeij (85.) hatten für die zwischenzeitlichen Anschlusstreffer gesorgt. Zwei Spieltage vor dem Saisonende liegt der MSV sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsrang, den nach der Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern weiterhin der KFC Uerdingen belegt. Der FC Bayern II könnte den Abstand mit einem Sieg gegen Unterhaching am Sonntag verkürzen.

Gegenüber dem 2:2 gegen den FC Bayern II nahm Duisburgs Trainer Dotchev zwei Änderungen vor: Ahmet Engin, der wegen Knieproblemen zuletzt drei Spiele gefehlt hatte, und Joshua Bitter rückten für Leroy Mickels und Maximilian Sauer in die Startelf. Zudem stand Federico Palacios erstmals nach über zwei Monaten Verletzungspause wieder im Kader.

Trotz der guten Ausgangslage war bei Dotchev vor der Partie von Entspannung nichts zu spüren „Fußball ist brutal“, sagte der Rekordtrainer der 3. Liga. „Wir haben bisher so viel erreicht, so viel investiert. Es wäre zu fatal, wenn wir nicht den letzten Schritt machen und das nun verspielen, weil wir uns zurücklehnen und spekulieren.“ Auch Sportdirektor Ivica Grlic betonte bei MagentaSport, dass rechnerisch noch alles möglich sei und man daher so schnell wie möglich alles klarmachen wolle.

Doch der Druck schien die Duisburger zunächst zu hemmen. Gegen befreit aufspielende Hausherren, die sich ihrerseits seit dem 3:0-Erfolg unter der Woche in Saarbrücken nicht mehr mit Rechenspielen befassen müssen, geriet der MSV durch einen Doppelschlag früh in Rückstand. Zunächst schob Brünker nach einem Doppelpass mit Atik zur Führung ein, dann köpfte Ernst  zum 2:0 für die Gastgeber ein. MSV-Torhüter Leo Weinkauf sah dabei nicht gut aus.

Erst in der 20. Minute setzte Duisburg erste offensive Akzente. Der Schuss von Connor Krempicki von der Strafraumkante flog knapp drüber. Mehr Spielanteile und die besseren Chancen hatten aber weiterhin die Magdeburger. Die größte Möglichkeit vergab Christian Beck (40.).

Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es dann nochmal hitzig. Vor allem Aziz Bouhaddouz war nach einem Wortgefecht mit Magdeburgs Alexander Bittrof völlig außer sich. Mit erhobener Faust stand der MSV-Angreifer vor seinem Gegenspieler und musste von seinen Mannschaftskollegen zurückgehalten werden. Was den Duisburger so aufgebrachte, ist unklar. Auch die Entschuldigung des Gegenspielers nahm der Duisburger nicht an. Schiedsrichter Bauer zeigte Bouhaddouz die Gelbe Karte.

  • MSV-Trainer Pavel Dotchev.
    Rettung nach 2:2 gegen FC Bayern II vertagt : MSV Duisburg verpasst vorzeitigen Klassenerhalt
  • Bald Thema eine Langzeit-Doku bei RTL:
    Wie die großen Klubs : MSV Duisburg startet Langzeit-Doku mit Joachim Llambi
  • Blick in das Stadion des MSV
    Zebras müssen nachbessern : MSV erhält Lizenz unter Auflagen

Zur Pause brachte Dotchev frisches Personal für die Offensive – und die Joker waren sofort hellwach. Der eingewechselte Vincent Vermeij verlängert einen langen Ball per Kopf auf den ebenfalls eingewechselten David Tomic, dessen Schuss von der Strafraumgrenze unhaltbar für Magdeburgs Torhüter für Morten Behrens abgefälscht wurde.

Doch die Magdeburger zeigten sich davon wenig beeindruckt. Nur zehn Minuten nach dem Anschlusstreffer dämpfte Atik die Hoffnungen der Duisburger, die sich aber nicht aufgaben. So scheiterten Angreifer Vermeij (65./70.) zweimal in aussichtsreicher Position an Behrens. Die größte Möglichkeit zum erneuten Anschlusstreffer vergab Palacios, der bei seinem Comeback aus kurzer Distanz am Tor vorbeiköpfte. Kurz vor Schluss traf Vermeij dann doch noch – allerdings ohne Auswirkungen auf eine mögliche Punktausbeute.

Statistik:

Magdeburg: Behrens - Ernst (67. Koglin), Tobias Müller, Bittroff, Bell Bell - Andreas Müller - Malachowski (46. Rorig), Jacobsen - Atik (87. Bertram), Brünker (33. Beck), Kath (67. Conteh). - Trainer: Titz

Duisburg: Weinkauf - Bitter, Dominik Schmidt, Sicker, Scepanik - Jansen (81. Fleckstein), Frey (78. Karweina) - Engin, Krempicki (46. Palacios), Stoppelkamp (46. Tomic) - Bouhaddouz (46. Vermeij). - Trainer: Dotchev

Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz)

Tore: 1:0 Brünker (8.), 2:0 Ernst (13.), 2:1 Tomic (47.), 3:1 Atik (58.), 3:2 Vermeij (84.)

Zuschauer: keine

Gelbe Karten: Rorig (50.), Bittroff (84.) - Bouhaddouz (45.)