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3. Liga: MSV Duisburg auch bei Rückkehr von Gino Lettieri ohne Sieg - 0:0 gegen Halleschen FC

0:0 gegen Halleschen FC : MSV Duisburg auch bei Lettieri-Rückkehr ohne Sieg

Das Comeback von Gino Lettieri auf der Trainerbank des MSV Duisburg ist nur teilweise geglückt. Die Zebras kamen im Nachholspiel der 3. Liga gegen den Halleschen FC nicht über ein 0:0 hinaus – und warten damit bereits seit vier Spielen auf einen Sieg.

Der Trainerwechsel beim MSV Duisburg hat sich noch nicht bezahlt gemacht. Beim Comeback von Gino Lettieri kamen die Zebras im Nachholspiel der 3. Liga gegen den Halleschen FC nicht über ein 0:0 hinaus. Der Abwärtstrend hält damit weiter an. Seit nunmehr vier Spielen warten die Duisburger auf einen Sieg, zu Hause gelang den Zebras in der laufenden Saison noch gar kein Dreier. Durch das torlose Remis holte man nach drei Niederlagen nacheinander nun aber zumindest wieder einen Punkt. Mit neun Zählern aus zehn Partien rangieren die Duisburger auf Rang 18, die Gäste aus Halle haben als Tabellenvierzehnter elf Punkte auf dem Konto.

Der von vielen Fans skeptisch beäugte Lettieri hatte nicht viel Zeit, die Mannschaft kennenzulernen. Wegen der Corona-Vorschriften konnte der 53-Jährige, der bereits in der vergangenen Woche das Trainer-Amt von Torsten Lieberknecht übernommen hatte, erst am vergangenen Sonntag erstmals mit seiner neuen Mannschaft arbeiten. Groß umkrempeln konnte der Deutsch-Italiener das Team nicht – dafür fehlte ihm neben der Zeit auch das Personal. So nahm Lettieri, der den MSV schon von 2014 bis 2015 trainiert und den Verein damals zurück in die zweite Liga geführt hatte, im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei Türkücü München nur zwei Änderungen in der Startelf vor. Sinan Karweina und Lukas Scepanik, der nach seiner Sperre zurückkehrte, rückten für den verletzten Ahmet Engin und Moritz Stoppelkamp ins Team. Der Kapitän nahm auf eigenen Wunsch zunächst erst einmal auf der Bank platz, wie Lettieri vor der Partie bei Magenta Sport bestätigte. Für den Trainer sei genau diese Ehrlichkeit „ein Zeichen der Stärke und nicht der Schwäche“.

Größere taktische Disziplin und ein besseres Positionsspiel hatte Lettieri vor der Partie gefordert. Ferner müssten die „Spieler bereit sein, auch wenn sie müde sind, trotzdem einen Schritt mehr zu gehen!“ Das sei „auch Willenssache“.

Mangelnden Einsatz und Willen konnte man den Zebras nicht absprechen. Der MSV startete engagiert in die Partie, gewillt nach drei Niederlagen in Folge die Wende zu schaffen. Bereits nach wenigen Sekunden gab Karweina (1.) einen ersten Warnschuss ab. Auch bei der nächsten Chance stand der 21-Jährige im Mittelpunkt. Nach einer Flanke von Maximilian Sauer trat Karweina zunächst über den Ball – und auch im zweiten Versuch bekam er die Kugel nicht auf das Tor der Gäste (13.). Doch die Gäste aus Halle versteckten sich keineswegs und erspielten sich ihrerseits gute Tormöglichkeiten. So klärte MSV-Torhüter Leo Weinkauf stark im Eins-gegen-eins gegen HFC-Angreifer Terence Boyd (16.).

In der 18. Minute hatten die Profis des MSV den Torschrei bereits auf den Lippen, doch Connor Krempicki traf mit seinem Schlenzer aus 20 Metern nur die Unterkante der Latte, von dort klatschte der Ball nur wenige Zentimeter vor die Linie. Beim Nachschuss von Scepanik reagierte HFC-Keeper Sven Müller glänzend.

Auf der anderen Seite kam Halle durch Niklas Landgraf zu nächsten guten Gelegenheit. Der Schuss des Linksverteidigers touchierte den Pfosten des MSV-Gehäuses (24.). Da wäre Weinkauf wohl machtlos gewesen. Wenig später konnte sich der Torhüter aber erneut auszeichnen. Einen Kopfball von Sören Reddemann schaufelte der 24-Jährige aus der Ecke (32. Minute). So ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen

Auch nach dem Seitenwechsel versuchten die Hausherren das Tempo hochzuhalten, die besseren Gelegenheiten hatten aber die Gäste. Im Mittelpunkt dabei immer wieder Boyd und Weinkauf. Zwei Mal hieß der Sieger Weinkauf (56./63.). In der 64. Minute wäre es dann fast soweit gewesen, doch Boyd schoss den Ball freistehend über den Kasten. Der HFC-Angreifer war von der Duisburger Defensive kaum in Griff zu bekommen, immer kam der 29-Jährige zum Abschluss (72./77), blieb aber letztlich glücklos.

In der Schlussphase versuchte der MSV dann zwar nochmal etwas, entwickelte aber keine Gefahr mehr. Daran änderte auch die Hereinnahme von Stoppelkamp nichts mehr, der nach einer guten Stunde Karweina ersetzte.

Bereits am Freitag geht es für den MSV mit einem Heimspiel gegen den SC Verl weiter – mit dem Gefühl im Hinterkopf, zu Hause weiter nicht Siegen zu können.