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Msv Duisburg: 3. Liga ist für Grlic als Sportdirektor des MSV Duisburg vorstellbar

Msv Duisburg : 3. Liga ist für Grlic als Sportdirektor des MSV Duisburg vorstellbar

Der Manager kann sich eine Weiterbeschäftigung auch im Abstiegsfall vorstellen.

Kosta Runjaic bleibt Trainer des MSV Duisburg – vorerst zumindest. Gestern traf er sich mit Verantwortlichen des 1. FC Köln zu einem Gedankenaustausch. Am Ende sickerte aus dem Umfeld der Rheinländer durch: Ein Engagement beim 1.FC Köln wird es nach jetzigem Stand nicht geben. Die Kölner, die am Montag in die Saisonvorbereitung starten, suchen sofort einen Trainer. Zeit zu warten, bis in Duisburg Klarheit herrscht, haben sie nicht.

Mehr, als im Ringen um die Lizenz auf die Entscheidung des Schiedsgerichtes zu vertrösten, bleibt auch Runjaic im Moment nicht. Da fallen klare Bekenntnisse dieser Tage schwer, weil beim MSV eben nichts mehr klar ist. Noch ist am 13. Juni der Trainingsstart geplant. Ob er stattfindet und dann jene Spieler auflaufen, die trotz Vertrag ihr letztes Gehalt nicht bekommen haben und gar nicht wissen, ob es eine Zukunft in Meiderich gibt, darf zumindest angezweifelt werden. Ihre Zukunft ist ebenso ungewiss wie die des Trainers, der im Fall eines Abstieges wohl kaum beim MSV bleibt. Dass er in dieser Situation Gespräche mit anderen Vereinen führt, überrascht nicht. Gut möglich, dass für Runjaic schon bald eine andere Option als Köln greift. Angebote gibt es.

Über das Thema Zwangsabstieg will Ivo Grlic eigentlich gar nicht reden. "Ich gehe weiter davon aus, dass wir in der Zweiten Liga bleiben", sagt der Sportdirektor. Wenn es aber doch unausweichlich wird, kann sich Grlic ein Engagement beim MSV zumindest in der dritten Liga vorstellen. "Ich bin seit neun Jahren hier, und habe immer gesagt, dass ich dem MSV helfen will."

Dennoch spricht Grlic von einer Mammutaufgabe und davon, dass zunächst niemand auf die oberen Ränge schauen darf, sondern es lediglich um den Klassenerhalt in der dritten Liga gehen kann. Er selbst hat nur einen Vertrag für die Zweite Liga. Innerhalb von fünf bis zehn Tagen müsste dann ein Team zusammengeschraubt werden. Doch Grlic stellt Bedingungen: "Es muss sich in einigen Bereichen was ändern." In welchen? "Da lasse ich den Interpretationsspielraum offen", gibt er zur Antwort. Aber, wie gesagt, mit all diesen Dingen will sich der Manager vorläufig nicht befassen: "Das ist alles ,hätte' und ,könnte'."

(RP)