Negativserie beendet Bakalorz köpft den MSV zum Heimsieg

Duisburg · Der MSV Duisburg hat seine Negativserie von fünf sieglosen Pflichtspielen beendet und in der 3. Liga den ersten Dreier seit dem 21. August eingefahren: Gegen den Halleschen FC gab es einen 1:0 (0:0)-Heimsieg.

MSV-Fans in der Duisburger Arena.

MSV-Fans in der Duisburger Arena.

Foto: FuPa/Marcel Eichholz

Nach zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge nahm MSV-Trainer Torsten Ziegner im Vergleich zum bitteren Pokal-Aus in Oberhausen vier Änderungen in der Startelf vor. Unter anderem kehrte Sebastian Mai nach überstandener Mandel-Entzündung zurück. An dessen Seite spielte der 18-jährige Baran Mogultay, der nach zwei Pokal-Einsätzen sein Debüt in der 3. Liga ab. Marvin Knoll und Kapitän Moritz Stoppelkamp saßen nach überstandenen Verletzungen zunächst auf der Bank.

Für die Zebras war dieses Heimspiel gegen den Halleschen FC ein wichtiges, denn zuletzt war nach einem guten Saisonstart wieder Unruhe aufgekommen. Auch der HFC brauchte als Tabellen-16. natürlich Punkte. Ziegner hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel betont, dass viele Gespräche geführt worden seien, mit der Mannschaft als Ganzes und einzelnen Spielern. Auch analytisch sei einiges passiert, „um den Jungs einfach mal ein paar Sachen zu zeigen, die auf dem Spielfeld passieren - oder passieren sollen.“ Das Spiel gegen Halle würde aufgrund der Lage beider Teams „kein Zuckerschmaus werden“, sondern ein „Kampfspiel“.

So war es auch in der Anfangsphase, als ein von Marvin Ajani abgegrätschter Ball in der 16. Minute das erste echte Highlight war, das zum Applaus der MSV-Fans führte. Gute fünf Minuten später hätte es aber beinahe geklingelt, als Debütant Mogultay Halles Keeper Felix Gebhardt schon per Flachschuss geschlagen hatte, ein Verteidiger der Gäste aber noch vor der Torlinie retten konnte. Das Eigengewächs blieb auch danach stets auffällig auf seiner linken Seite und bereitete mehrere Abschlüsse vor. „Das kann einer werden“, lobte Marvin Bakalorz nach der Partie bei Magentasport. „Der Junge macht es echt Wahnsinn. Man sieht noch dieses Unbekümmerte und ich habe ihm auch gesagt, er soll das behalten.“

Der MSV machte generell mehr fürs Spiel, bekam bis auf einen Abschluss von Bakalorz nach einer Ecke (42.) und eben die Mogultay-Chance aber nicht viel Zwingendes zustande. Von Halle war bis zur 45. Minute offensiv überhaupt nichts zu sehen, dann aber verhinderte bei einem Schuss von Tom Zimmerschied nur die Latte die Gäste-Führung und es ging torlos in die Pause.

Auch Durchgang zwei begann chancenarm, erst in der 58. Minute schoss Phillip König mal gefährlich Richtung Hallenser Tor, zielte aber zu weit rechts. In Minute 65 brandete dann Jubel auf in der Arena, ein Tor war aber nicht der Grund: Stoppelkamp wurde zur Einwechslung gerufen und lief zur Bank. Im gleichen Moment gab es eine Ecke des MSV, die Kolja Pusch zum dritten Mal an diesem Tag auf den Kopf von Bakalorz legte und diesmal köpfte der 33-Jährige ein, 1:0 für die Zebras. Es war bereits das fünfte Tor nach einer Ecke in dieser Saison - Ligaspitze.

Es folgte ein Doppelwechsel, bei dem Stoppelkamp und Chinedu Ekene für Pusch und König ins Spiel kamen. Auch Halle wechselte unmittelbar nach dem Treffer zweifach und wurde offensiver. Torgefährlicher aber nicht wirklich, sodass der MSV, der aus den sich nun bietenden Räumen auch nicht viel machte, nie mehr so richtig in Bedrängnis geriet. Am Ende stand somit ein knapper Heimsieg für die Meidericher, die damit den Vorsprung auf die Abstiegsplätze ausbauen konnten. „Es war mit Sicherheit kein schönes Fußballspiel, aber es zählt nur der Sieg, darum geht es“, fasste es Bakalorz zusammen.

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