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Bundesliga: Ultras Rückkehr ins Stadion, Corona-Verordnung, NRW

„Lasst uns gemeinsam durchdrehen“ : Erste Ultragruppen in der Bundesliga kündigen Rückkehr ins Stadion an

Die Rückkehr zur oft zitierten Normalität scheint nicht mehr weit zu sein in der Bundesliga. Einige Stadien dürfen wieder voll ausgelastet werden. Nun kündigten auch die ersten Ultras die Rückkehr ins Stadion an.

Seit Beginn der Pandemie haben sich die Ultraszenen der Bundesligisten weitgehend aus den Stadien zurückgezogen. Auch seitdem wieder mehr Fans im Stadion erlaubt sind, gibt es weitgehend keine koordinierte Unterstützung seitens der Ultras. Keine Zaunfahnen hängen, keine Vorsänger peitschen die Fans an, keine Fahnen wehen. Konsens der meisten Ultragruppen war, dass man erst wieder bei weitgehender „Normalität“ zurückkehren will. Dieses Ziel scheint nun für die ersten Ultra-Gruppen erreicht.

Die Ultraszene Mainz, Subciety und Chaos Boys Mainz kündigten in einem kurzen Statement an, dass sie am 3. Oktober im Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin erstmals seit über eineinhalb Jahren wieder für Stimmung in ihrem Stadion sorgen wollen.

„Gude Nullfünfer, seit langer Zeit haben wir darauf gewartet: Nun können wir euch aber mitteilen, dass bei Heimspielen wieder mit uns zu rechnen ist. Was das alles beinhaltet, müssen wir euch hoffentlich nicht erklären! Lasst uns gemeinsam im Stadion durchdrehen!“, heißt es in dem Statement.

Allerdings weisen sie auch daraufhin, dass man sich weiterhin an geltende Regeln halte solle, um mögliche Ansteckungen im Stadion zu vermeiden. „Achtet weiterhin auf eure Mitmenschen und lasst euch vor dem Spiel testen oder testet euch selbst, egal ob geimpft oder genesen“, schreiben die Ultras von Mainz 05 auf ihrer Homepage.

Zuvor hatte der Verein angekündigt, die neue Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz umsetzen zu wollen. Für Geimpfte und Genesene fallen die meisten Einschränkungen weg. Sie müssen keine Maske mehr tragen, Eintrittskarten werden nicht mehr personalisiert und auch die Abstandsregeln entfallen. Für die aktiven Fanszenen allesamt Punkte, die sie bisher störten.

Ähnliche Regeln gelten inzwischen in mehreren Bundesländern - unter anderem in Hamburg, wo die Stadien des Hamburger SV und des FC St. Pauli wieder vollständig geöffnet werden dürfen. In NRW gilt die aktuelle Corona-Verordnung noch bis zum 8. Oktober. Doch Vereine wie Borussia Dortmund, der 1. FC Köln oder Borussia Mönchengladbach wollen mehr.

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„Wir haben die große Hoffnung, dass wir mit der nächsten Änderung der Coronaschutzverordnung, die für den 8. Oktober erwartet wird, im Borussia-Park vielleicht wieder mit voller Auslastung spielen können“, sagte Gladbach-Mediendirektor Markus Aretz am Donnerstag.

Zuvor hatte Borussia bekanntgegeben, den geplanten Vorverkaufsstart für das Spiel gegen den VfB Stuttgart (16. Oktober, Anpfiff 18.30 Uhr) zu verschieben, bis klar ist, was die nächste Coronaschutzverordnung möglich macht. Am 27. Oktober ist dann der FC Bayern im DFB-Pokal zu Gast, am 31. Oktober der VfL Bochum in der Bundesliga. Neue Regeln würden also gleich einige Heimspiele tangieren.

(dör)