Liverpool-Coach muss 9000 Euro zahlen: Jürgen Klopp akzeptiert Geldstrafe für Jubellauf

Liverpool-Coach muss 9000 Euro blechen: Klopp akzeptiert Geldstrafe für Jubellauf

Nicht zum ersten Mal wurde Jürgen Klopp am vergangenen Wochenende zum Feiervulkan. Für seinen Jubellauf nach dem Last-Minute-Treffer gegen Everton wurde er aber bestraft - und „Kloppo“ akzeptiert die Sanktionen.

Ein Sprint, der mächtig Kohle kostet. Für seinen Jubellauf nach dem 1:0-Siegtreffer in der 96. Minute am Wochenende gegen Everton hat Liverpool-Coach Jürgen Klopp eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 9000 Euro akzeptiert. Das berichtet die BBC. Zudem erhielt er von der FA eine Verwarnung.

Klopp war am Sonntag nach dem Treffer des Ex-Wolfsburgers Divock Origi im Merseyside-Derby gegen den Stadtrivalen FC Everton in der sechsten Minute der Nachspielzeit über das halbe Feld zu „Reds“-Keeper Allison gestürmt. Diese Reaktion wurde ihm teilweise als Respektlosigkeit gegenüber dem Gegner ausgelegt.

Der frühere englische Nationalspieler Danny Mills etwa kritisierte den Trainer für sein Verhalten: "Es ist absolut schockierend, was Klopp da tut. Wenn andere Manager so etwas machen, würden sie ernsthafte Probleme bekommen", sagte der 41-Jährige der BBC: "Aber Klopp ist Medienfreund, jeder mag ihn und es scheint, als könne er nichts falsch machen."

Everton-Teammanager Marco Silva empfand Klopps ausgelassenen Jubel "nicht als respektlos", wie er betonte: "Wäre das Tor für uns gefallen, hätte ich womöglich dasselbe getan." Gleichzeitig widersprach der Portugiese jedoch Klopps Behauptung, er habe sich unmittelbar nach Spielschluss bei Silva entschuldigt.

Klopp hatte allerdings zumindest auf der anschließenden Pressekonferenz betont: "Ich möchte mich bei Marco Silva entschuldigen. Ich wollte nicht auf den Platz rennen, das war wirklich nicht der Plan, aber so was passiert. Dieses Derby war anders als in den letzten Jahren."

Bereits in der Bundesliga hatte Klopp als Trainer von Borussia Dortmund und des FSV Mainz 05 mehrfach ausgelassene Jubelläufe gestartet. Mal zog er sich dabei einen Muskelfaserriss zu, mal stürzte er und prallte gegen die Werbebande, mal zerbrach dabei seine Brille - bestraft wurde er in Deutschland ansonsten aber für seine Jubelarien nie.

(sid/sho)
Mehr von RP ONLINE