Champions League: FC Bayern mit Reform gescheitert: "Königsklasse" bleibt unverändert

Champions League: FC Bayern mit Reform gescheitert : "Königsklasse" bleibt unverändert

Nyon (dpa). Der FC Bayern München ist mit seinen Forderungen nach einer Champions-League-Reform gescheitert. Ungeachtet der allgemeinen Kritik sprach sich die Mehrheit der 40 führenden europäischen Clubs bei einem Treffen in der Zentrale der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon für eine Beibehaltung des aktuellen Champions-League-Formats aus. Nachdem Bayern-"Vize" Karl-Heinz Rummenigge in einem Brief an UEFA-Generalsekretär Gerhard Aigner eine Reduzierung der Termine gefordert hatte, gab es nach Angaben der UEFA am Dienstagabend ein "überwältigendes" Votum für die bestehende Regelung mit 32 Mannschaften und 17 Spieltagen.

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p class="text">Selbst die umstrittene Regel, dass die drittplatzierten Vereine der ersten Champions-League-Runde ihr Glück im UEFA-Cup versuchen dürfen, fand die Unterstützung der Vereinsvertreter. Einziger Kritikpunkt war die Häufung von Begegnungen im März, wenn in vier aufeinander folgenden Wochen Champions-League-Spiele ausgetragen werden. Der Streit um die starre und für viele Nationen zu späte Anstoßzeit 20.45 Uhr stand am ersten Tag des Treffens noch nicht auf der Tagesordnung.

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p class="text">Eine deutliche Absage erteilten die europäischen Vereine den Plänen des Weltverbandes FIFA, die Saison weltweit verbindlich dem Kalenderjahr anzupassen. Danach sollten die Länder ihre Meisterschaften einheitlich zwischen Februar und November austragen. Gleichzeitig forderten die Clubs angesichts der Diskussion um das Abstellen von Nationalspielern und die Problematik der Olympischen Spiele im Sydney während der Saison im September einen "weltweiten Fußball-Kalender, der den Anforderungen des europäischen Fußballs entspricht".

Der jährliche "Club Workshop", der auch ein Gegengewicht zur vom Verband ungeliebten Club-Vereinigung "G 14" darstellt, ist zwar kein beschlussfassendes Gremium. Entscheidungen gegen den Willen der mächtigen Vereine kann die UEFA jedoch kaum durchsetzen. Bayern München wurde bei dem Treffen durch Geschäftsführer Karl Hopfner vertreten, für Borussia Dortmund war Manager Michael Meier vor Ort.

(RPO Archiv)
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