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Zweifel an der Regionalligatauglichkeit des KFC Uerdingen angebracht

Nach dem 0:11 gegen Essen : Zweifel an der Regionalligatauglichkeit des KFC sind angebracht

Dass der KFC Uerdingen in dieser Saison um den Klassenerhalt kämpfen muss, war eingeplant. Dass die Mannschaft gegen Meisterschaftsfavorit Essen verliert auch. Ein zweistelliges Desaster allerdings nicht. Und dennoch ist nicht jeder überrascht.

Es war nicht die erste, sondern die dritte deftige Niederlage, die der KFC Uerdingen in dieser Saison kassiert hat. Dem 0:6 in Oberhausen und 2:8 in Köln folgte jetzt das 0:11 gegen Essen – ausgerechnet drei Tage nach dem ersten Saisonsieg (2:0 gegen Lotte), just in dem Moment, da der KFC glaubte, wettbewerbsfähig und in der Liga angekommen zu sein.

Dass die Uerdinger gegen Essen verlieren würden, war ziemlich sicher, nur größte Optimisten hatten dem Außenseiter eine Chance eingeräumt. Dass sie zweistellig verlieren, ist etwas anderes: ein sportliches Desaster, eine Demütigung. Es wäre jedoch völlig unangebracht, den Stab über die Mannschaft zu brechen, die größtenteils aus ehemaligen Nachwuchskickern besteht. Und je jünger die Mannschaft, desto größer die Schwankungen. Allerdings haben alle Spieler den Anspruch, regionalliga-tauglich oder gar noch besser zu sein. Das müssen sie in den kommenden Wochen beweisen. Zumindest leise Zweifel sind nach dem ersten Saisondrittel angebracht.

Falls sich jedoch herausstellen sollte, dass diese Mannschaft nicht regionalliga-tauglich ist, so sind in erster Linie nicht die Spieler dafür verantwortlich, sondern die Kaderplaner. Der Sportliche Leiter Patrick Schneider und Trainer Dmitry Voronov sahen sich qualifiziert und wollten die Aufgabe übernehmen, der Vorstand hat sie ihnen trotz fehlender Erfahrungen im Senioren- sowie Regionalligabereich übertragen. Ob sich das in sie gesetzte Vertrauen auszahlt, wird sich zeigen. Auch hier sind zumindest Zweifel angebracht.