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Wuppertaler SV kann Abstieg des KFC Uerdingen besiegeln

Zu Gast beim Wuppertaler SV : Am Mittwoch kann der Abstieg des KFC besiegelt werden

Für Trainer Alexander Voigt ist der mögliche Abstieg in die Fußball-Oberliga beim Gastspiel in Wuppertal aber nur ein Randaspekt. Für ihn ist die Partie im Zoostadion noch aus anderen Gründen reizvoll.

Wenn der KFC Uerdingen sein Nachholspiel am Mittwoch (19 Uhr) beim Wuppertaler SV verlieren sollte, wäre der Abstieg in die Fußball-Oberliga perfekt. Aber weil sich der Sturz in die fünfte Klasse seit Monaten abgezeichnet, halten sich Bestürzung und Trauer darüber in Grenzen. Dennoch dürften sich die Wuppertaler, für die es bei acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Preußen Münster quasi um nichts mehr geht, gegen die Blau-Roten noch einmal alles in die Waagschale werfen. Schließlich wäre es aufgrund der großen Rivalität der beiden Vereine und ihrer Fans schon etwas Besonderes, wenn die Bergischen den Krefeldern den K.o. versetzen könnten.

Für Uerdingens Trainer Alexander Voigt ist es jedoch eher aus anderen Gründen kein Spiel wie jedes andere. „Es ist ein schönes Stadion, in dem sich zwei Traditionsvereine gegenüber stehen und es ist ein Derby – deshalb ist es ein besonderes Spiel“, sagt der Coach. Für ihn, der zwei Mal kurz das Sagen beim WSV hatte – 2019 für drei Monate, 2020 für ein halbes Jahr –, sei es weniger brisant, vielmehr freue er sich darauf, den einen oder anderen Spieler wiederzusehen.

Dass es dabei um den Abstieg geht, kann Voigt nicht leugnen, aber ihm ist es ein Bedürfnis, das richtig einzuordnen: „Ich glaube nicht, dass man den Abstieg an einem Spiel festmachen kann. Wenn es am Ende rechnerisch so ist, dann kann man das so sagen, aber wir werden alles dafür tun, dass es nicht passiert.“

Dabei könnte der frühzeitige und sowieso nicht mehr zu verhindernde Abstieg doch auch von Vorteil sein. Der Verein hätte hundertprozentige Planungssicherheit, die Spieler wüssten, wo und wie es weitergeht. Voigt hält dagegen: „Nein, wir wollen das so lange wie möglich verhindern und wollen auch mit einem guten Gefühl am Samstag in die Grotenburg zurückkehren. Und die Spieler wissen auch so, woran sie sind. Wir planen doch seit Wochen zweigleisig.“ In den fünf abschließenden Saisonspielen gehe es für die Spieler nicht nur um Punkte, sondern um einen guten Saisonabschluss. „Für viele Spieler ist es zudem wichtig, sich selber gut zu präsentieren und zu empfehlen, völlig gleich, ob es für sie bei uns weitergeht oder woanders.“

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In Wuppertal tritt der KFC wieder mit einem Rumpfkader an, denn bei der 0:1-Niederlage in Düsseldorf haben sich auch noch Verteidiger Pepijn Schlösser verletzt (Oberschenkelzerrung) und Stürmer Levan Kenia die gelb-rote Karte gesehen. Die Personaldecke ist so dünn, dass zwei A-Junioren den Kader komplettieren: Brandon Do und Maximilian Müller. „Kann gut sein, dass sie zum Einsatz kommen, einer vielleicht sogar von Beginn an“, sagt Voigt.