1. Sport
  2. Fußball
  3. KFC Uerdingen

Wiedenbrück – wie sich die Zeiten beim KFC Uerdingen ändern

2018 und heute : Wiedenbrück – wie sich die Zeiten beim KFC ändern

Wiedenbrück ist ein magischer Ort für den KFC Uerdingen – im positiven wie im negativen Sinn. Es war der Ort eines großen Triumphs und ist nun ein Ort der Schmach. Erinnerungen, Aktualität und Ausblick.

Konträrer könnten die Ergebnisse und die Situation damals und heute nun wirklich nicht sein.

Rückblick Am 13. Mai 2018 absolviert der KFC Uerdingen sein letztes Meisterschaftsspiel der Saison beim SC Wiedenbrück. Dabei feiern die Blau-Roten einen 5:0-Sieg. Sie sind damit Meister und sichern sich die Teilnahme an der Relegation zum Aufstieg in die Dritte Liga. Die Tore erzielen Maximilian Beister, Connor Krempicki, Johannes Dörfler, und Lucas Musculus verwandelt zwei Foulelfmeter. Das Ergebnis klingt, als wäre es ganz einfach gewesen. War es aber nicht. Es war ein hartes Stück Arbeit.   Beim Schlusspfiff brechen alle Dämme. Ein Großteil der 1200 Uerdinger Fans unter den 2.038 Zuschauern stürmt den Platz, aber es ist eine friedliche Feier. Stefan Krämer wird nach dem zehnten Sieg in Folge als Erfolgstrainer gefeiert, Präsident Mikhail Ponomarev stößt mit ihm an und hat alles richtig gemacht.

Heute Der SC Wiedenbrück, Tabellensechster der Regionalliga, tut sich gegen das abgeschlagene Schlusslicht KFC Uerdingen in der ersten Halbzeit enorm schwer und hat das Glück, dass Justin Neiß bei einem Alleingang den Ball knapp neben den Pfosten setzt. Dann haben die Gastgeber das Glück des Tüchtigen: Ein abgefälschter Schuss bringt die Führung, ein Handelfmeter die Entscheidung, ein Distanzschuss binnen acht Minuten das 3:0. Am Ende gehen die Gäste vor 252 Zuschauern, darunter zwei Dutzend aus Uerdingen, mit 1:5 unter. Nach dem Schlusspfiff können Handgreiflichkeiten noch so gerade vermieden werden. Trainer Alexander Voigt distanziert sich von seiner Mannschaft, vom Vorstand ist nur Andreas Scholten vor Ort.

Ausblick Fast vier Jahre liegen zwischen beiden Spielen. 2018 ging es anschließend in die Dritte Liga, 2022 geht es in die Oberliga. Ob es erneut erst in vier Jahren ein Wiedersehen an gleicher Stelle gibt? Ausgeschlossen ist das nicht, es ist fast schon zu befürchten.