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Warum sich der KFC Uerdingen auf Torhütersuche begibt

Nach Ausfall von Justin Ospelt : KFC Uerdingen begibt sich auf Torhütersuche

Justin Ospelt war die Nummer eins und der Kapitän. Jetzt fällt der Nationaltorhüter aus Liechtenstein Monate aus. In Jovan Jovic und Timo Meißner hat der KFC Uerdingen noch zwei Keeper. Warum er trotzdem nachrüsten will.

Justin Ospelt hat sich aus dem Krankenhaus gemeldet: „Die Operation ist gut verlaufen.“ Doch der Torhüter wird dem KFC Uerdingen nicht nur Wochen, sondern Monate fehlen. Der 23 Jahre alte liechtensteiner Nationaltorwart wurde im Spiel gegen den Bonner SC bei einem Zusammenprall weitaus schwerer verletzt als zunächst angenommen. Muskelabriss im Knie lautete die niederschmetternde Diagnose.

Nun hat der KFC in Jovan Jovic eine gute Nummer zwei. Der 19-Jährige wird am Samstag (14 Uhr, Grenzlandstadion) im Regionalligaspiel bei Borussia Mönchengladbach II natürlich zwischen den Pfosten stehen. Darin sieht Trainer Dmitry Voronov auch kein Problem. „Jovan hat die meisten Spiele für uns gemacht“, sagt er. „Und er hat gute Leistungen gezeigt.“ Trotzdem sagt Voronov auch: „Wir müssen auf der Position etwas tun.“

Das ist aber nicht etwa ein Misstrauensvotum gegen Jovic und die Nummer drei Timo Meißner, sondern es ist in der langen Zwangspause von Ospelt begründet. „Er wird einige Monate ausfallen“, erklärt der Coach. „Und wir benötigen auch im Training mehr als nur zwei Torhüter. Aus unserer U19 können wir aber keinen hochziehen, weil die Jungs noch zur Schule gehen.“ Somit bleibt dem KFC nichts anderes übrig, als sich auf Torhütersuche zu begeben.

Die Aufgabe dürfte so manchen Schlussmann reizen, denn über mangelnde Arbeit wird er sich in Uerdingen nicht beschweren können. In den bisher fünf Begegnungen in der Regionalliga kassierte der KFC sage und schreibe 20 Gegentore. Es dürfte somit in den kommenden Wochen und Monaten genügend Gelegenheit bestehen, sich auszuzeichnen und so den Marktwert zu steigern.