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Warum sich der KFC Uerdingen auf die Partie bei Eintracht Braunschweig freut

Endlich wieder auswärts : Warum sich der KFC Uerdingen auf die Partie bei Eintracht Braunschweig freut

Nach der Heimpleite gegen Münster freut sich der KFC Uerdingen auf die Partie bei Eintracht Braunschweig. Das Verfolgerduell verspricht, ein heißer Kampf vor großer Kulisse zu werden.

Wer auf die Tabelle schaut, dem wird sich die Brisanz der Begegnung auf den ersten Blick nicht erschließen. Der Tabellensechste Eintracht Braunschweig empfängt den Zehnten KFC Uerdingen. Doch wer sich intensiver mit der Dritten Liga beschäftigt, der schaut weniger auf die Platzierung als vielmehr auf die Punkte. Die Gastgeber rangieren vier Zähler hinter dem Dritten Waldhof Mannheim, die Gäste sechs Zähler – ein in dieser Liga aufgrund der nicht gegebenen Konstanz aller Mannschaften eher geringer Rückstand. Somit kommt es in Niedersachsen zum Verfolgerduell.

Dass beide Mannschaften gewinnen wollen, ist zwar selbstverständlich, doch ist der Druck aufgrund der zurückliegenden Resultate besonders groß. Die Eintracht hat sich in der Winterpause noch einmal massiv verstärkt, indem sie Torjäger Marvin Pourié und Merveille Biankadi verpflichtet hat. Pourié, der in der vergangenen Saison den Karlsruher SC mit 22 Treffern quasi allien in die 2. Bundesliga geschossen hat, hätten die Uerdinger auch gerne geholt, doch er gab der Eintracht aufgrund der dortigen besseren Arbeitsbedingungen den Vorzug. „Das sind natürlich zwei Tor-Spieler“, sagt KFC-Trainer Daniel Steuernagel. „Aber sie haben in diesem Jahr noch einen Punkt weniger geholt als wir.“

Auf Uerdinger Seite ist der Druck groß, weil die Mannschaft das, was sie sich aufgebaut hatte, leichtfertig verspielt hat. Entsprechend war die Stimmung nach der 0:2 Schlappe gegen Preußen Münster in dieser Woche gedämpft. Dabei sticht ins Auge, dass sich bei den Blau-Roten Heimschwäche und Auswärtsstärke konträr gegenüber stehen. In der Heimtabelle stehen sie auf Abstiegsplatz 17, in der Auswärtstabelle auf Rang drei.

„Auswärts spielen wir immer gut, da war die Leistung selbst bei den Niederlagen in Duisburg und Unterhaching ordentlich“, sagt Steuernagel. „Aber die Heimspiele sind nicht so, wie wir uns das vorstellen, da sind wir viel zu wechselhaft.“ Bei der Suche nach den Gründen ist natürlich die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena ein Thema. „Da haben wir zwar farbige Stühle, aber keinen Hexenkessel“, sagt Teamchef Stefan Reisinger, der darüber nachdenkt, die Abläufe vor den Heimspielen zu ändern. Aber die Stimmung allein lässt Steuernagel als Argument nicht gelten: „Es wusste jeder, dass wir in Düsseldorf spielen und nicht 30.000 Zuschauer kommen.“

In Braunschweig wird das anders sein. Knapp 20.000 Zuschauer werden dort im Stadion für eine gute Atmosphäre sorgen. Doch allein Stimmung in der Fremde garantiert noch keine Punkte. „Entscheidend ist die Einstellung, die Bereitschaft, die Mentalität“, sagt Steuernagel. „Wenn wir oben ran kommen wollen, müssen wir an der Kontinuität arbeiten und Woche für Woche fighten.“

Denn in die Dritten Liga ist nur eines ganz sicher: Da bekommt keine Mannschaft etwas geschenkt, da geht nichts mit halber Kraft.