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Viertelinfale: KFC Uerdingen verliert im Niederrheinpokal gegen MSV Duisburg 0:5

Niederrheinpokal : KFC Uerdingen verliert im Viertelfinale 0:5 gegen den MSV Duisburg

Der KFC verliert das Drittliga-Duell gegen den MSV im Viertelfinale des Niederheinpokals deutlich. Moritz Stoppelkamp erzielt einen Dreierpack, zudem treffen David Tomic und Orhan Ademi für die Zebras. Die Uerdinger spielen eine Halbzeit lang in Unterzahl.

Der KFC Uerdingen hat klare Prioritäten gesetzt und das Pokalspiel gegen den MSV Duisburg, das in Velbert ausgetragen wurde, quasi abgeschenkt. Doch es wurde nicht der erwartete Spaziergang gegen die zweite Garnitur der Blau-Roten. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Press kämpfte aufopferungsvoll und bot eine Halbzeit lang eine gute Leistung. In Unterzahl verlor sie am Ende mit 0:5 (0:1).     

Teamchef Stefan Reisinger hatte bereits im Vorfeld der Partie angekündigt, dass der Fokus des KFC ganz auf den beiden letzte Meisterschaftsspielen liegt, um den Kampf um den Klassenerhalt am Ende noch positiv zu gestalten. Aufgrund der Verletztenmisere - Adriano Grimaldi (Covid-19), Tim Albutat (Kreuzbandriss), Christian Kinsombi (Muskelfaserriss) sowie Peter van Ooijen (muskuläre Probleme) - und hohen Intensität wolle er Stammspieler schonen. Das wurde eindrucksvoll umgesetzt, denn in Kapitän Christian Dorda und Edvinas Girdvainis standen nur zwei Stammspieler auf dem Feld, fünf Ergänzungsspieler und gleich vier Akteure aus der A-Jugend. Und auch auf der Bank saß in Patrick Göbel nur ein weiterer Stammspieler.

Duisburgs Trainer Pavel Dotchev hatte immerhin fünf Stammspieler in der Anfangsformation, die am Samstag in Magdeburg aufgelaufen sowie zwei Akteure, die dort eingewechselt worden waren. Der MSV ließ also keinen Zweifel daran, dass er den Niederrheinpokalgewinnen und sich damit für den wirtschaftlich lukrativen DFB-Pokal qualifizieren will.

Mehr als drei Dutzend Fans beider Fanlager hatten sich auf einem Hügel - mit Masken und den Abstand wahrend - postiert, um das Spiel zu sehen. Sie sahen erwartungsgemäß einen überlegenen MSV und einen tapfer kämpfenden KFC. Nach einer guten Viertelstunde hätte Moritz Stoppelkamp die Zebras in Führung bringen müssen, doch er verzog aus zwölf Metern. Es blieb die einzige gute Möglichkeit der Duisburger in Halbzeit eins. Den einzigen Schuss der Uerdinger auf das gegnerische Tor gab Hans Anapak ab. Sekunden vor der Pause gab es nach einem harmlosen Foul von Girdvainis an Orhan Ademi gab Schiedsrichter Thibaut Scheer nicht nur Elfmeter, sondern zeigte dem litauischen Nationalverteidiger die Rote Karte – viel zu hart, eine glatte Fehlentscheidung. Moritz Stoppelkamp ließ sich die Chance nicht nehmen und brachte den MSV in Führung. Damit war die Partie entschieden.

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Reisinger blieb seiner Linie treu und wechselte in der Halbzeit vier Mal, um Kräfte zu sparen. An der Einsatzfreude änderte das nichts. Seinen zweiten Treffer erzielte Stoppelkamp n der 63. Minute mit einem Distanzschuss unter gütiger Mithilfe von Torhüter Lukas Königshofer. Beim Schuss von David Tomic aus zehn Metern in der 70. Minute war der Keeper hingegen machtlos. Und schließlich markierte Stoppelkamp fünf Minuten später auch noch sein drittes Tor. Und dann trug sich auch Ademi nochmals in die Liste ein.

Die Uerdinger haben dem MSV lange Zeit Paroli geboten, ehe die Kräfte schwanden und sich die Qualität durchsetzte. Am Samstag erwartet der KFC in Lotte den 1. FC Magdeburg und will dann im Kampf um den Klassenerhalt wichtige Punkte einsammeln.