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Uerdingens Torjäger Tom Boere kehrt in die Startelf zurück

Heimspiel gegen Zwickau : Tom Boere kehrt in die Startelf zurück

Der niederländische Torjäger des KFC Uerdingen musste beim Spiel in Braunschweig zusehen und soll jetzt am Sonntag (13 Uhr) im Heimspiel gegen Zwickau für ein Erfolgserlebnis sorgen. Wiedersehen mit Johannes Dörfler.

Mit dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau (Sonntag, 13 Uhr, Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf) setzt der KFC Uerdingen seine Saison in der Dritten Liga fort. Sieht man einmal vom letzten Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig, das mit 1:4 verloren ging, ab, waren die Leistungen der Mannschaft auswärts zumeist besser als zu Hause – soweit man in der Düsseldorfer Arena überhaupt von einem zu Hause sprechen kann. „Das ist uns natürlich auch aufgefallen und so werden wir die Abläufe bei den Heimspielen ab sofort verändern“, sagt Teamchef Reisinger. Konkret bedeutet dies, dass man sich nicht mehr erst 90 Minuten vor Spielbeginn trifft, sondern die gemeinsam verbrachte Zeit vergrößert wird. Das bedeutet zwar nicht eine gemeinsame Nacht zuvor im Hotel, aber vor der Partie gegen Zwickau trifft sich das Team bereits um 9:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück im Tulip-Arena-Hotel. „Und in der dann bis zum Anpfiff folgenden Zeit gilt es, noch einmal die Sinne zu schärfen“, formuliert Reisinger seine Vorgaben an die geänderten Abläufe.

Dass die 1:4-Niederlage in Braunschweig in der Vorwoche im personellen Bereich nicht folgenlos bleiben wird, liegt auf der Hand. Da sind zum einen die Abwehr und hier speziell die Innenverteidiger zu nennen. In Assani Lukymia, Jan Kirchhoff, Dominic Maroh und Edvinas Girdvainis stehen für die zwei zu vergebenden Plätze nicht weniger als vier Kandidaten bereit. „Und da alle vier ihre Verdienste haben, wegen der U-23-Regel die Plätze im 18-Kader für ältere Spieler aber begrenzt sind, ist hier die Fallhöhe von der Startelf zum Platz auf der Tribüne sehr groß“, sagt Trainer Daniel Steuernagel. In Braunschweig verteidigten Lukymia und Kirchhoff, so dass eine Rückkehr des bundesligaerfahrenen Dominic Maroh ein Thema ist. Doch der frühere Kapitän des 1. FC Köln musste am Freitag wegen Übelkeit pausieren, so dass eine Entscheidung über einen Einsatz erst nach dem samstäglichen (13 Uhr) Abschlusstraining fällt.

Zum anderen ist im Sturm mit einer Rückkehr von Tom Boere zu rechnen. Dem niederländischen Torjäger, der in seinen zuletzt absolvierten sieben Partien kein Treffer gelang, sollte die in Braunschweig verordnete Denkpause gut getan haben. Zumal man auch seinem Ersatz Adriano Grimaldi dessen lange Verletzungspause noch deutlich angemerkt hat.

Im Übrigen war das Training in dieser Woche auf die Spielweise des Tabellenvierzehnten (vier Punkte hinter dem KFC) Zwickau fokussiert. „Die haben in Gerrit Wegkamp und Ronny König vorne zwei groß gewachsene Stürmer“, analysiert Trainer Steuernagel. Und dann bringt die Partie am Sonntag ja auch noch das Wiedersehen mit Johannes Dörfler. Noch zu Oberligazeiten – der Trainer hieß noch André Pawlak – kam der heute 23-Jährige 2016 vom MSV Duisburg II zum KFC. Es folgten Aufstiege in die Regionalliga und auch die Dritte Liga. Im Relegations-Hinspiel gegen den SV Waldhof Mannheim bereitete der eingewechselte Dörfler das 1:0 durch Maximilian Beister mit einem Solo über den halben Platz vor – eine Aktion, die bei den KFC-Fans bis heute unvergessen ist. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit den alten Jungs“, sagt Dörfler im Vorfeld. „Besonders zu Patrick Pflücke habe ich noch engen Kontakt und mit Osaymen Osawe war ich im Winter gemeinsam in Urlaub.“ Im Sommer wechselte Dörfler zum Erstligaaufsteiger SC Paderborn, kam dort aber nur zu acht Einsätzen in der zweiten, in der Oberliga spielenden Mannschaft, so dass er in der Winterpause auf Leihbasis zum FSV Zwickau wechselte.