Uerdingen Spitzenreiter in der 3. Liga

Entscheidung in der Schlussphase: Uerdingen grüßt von der Tabellenspitze der 3. Liga

Der KFC Uerdingen hat in der Dritten Liga gegen Halle in Überzahl mit 2:1 gewonnen. Der entscheidende Treffer fiel erst in der Schlussphase.

Es war ein glanzloser, hart erkämpfter Sturm an die Tabellenspitze. „Spiele in der Dritten Liga sind fast immer eng. Da gibt es nur in den seltesten Fällen ein klares Ergebns“, meinte Trainer Uerdingens Trainer Stefan Krämer. Das war auch beim äußerst mühsam erarbeiteten 2:1 (1:0)-Erfolg des KFC Uerdingen gegen den Hallescher FC so. Aber der Drittliga-Aufsteiger aus Krefeld steht schon wieder an der Spitze: jetzt in der Dritten Liga, zumindest für eine Nacht.

Krämer hatte bereits angekündigt, dass er gegen Halle das 4-2-3-1-System ändern und ein 4-4-2 bevorzugen werde. Und er ließ seiner Ankündigung, offensiv spielen zu wollen, personelle Entscheidungen folgen, die dies unterstrichen. Nach dem Ausfall der verletzten Dennis Daube (Innenbandriss) und Ali Ibrahimaj (Meniskusoperation) standen Mittelfeldspieler Manuel Konrad und Torjäger Luas Musculus von Beginn an auf dem Feld. Das war durchaus verständlich, denn die bisherige Heimbilanz der Uerdinger war nicht gerade die einer Spitzenmannschaft: vier Punkte aus vier Spielen (1:3 gegen Unterhaching, 3:2 gegen Meppen, 0:0 gegen Großaspach).

Die Mannschaft setzte Krämers Vorgaben sofort um. Bereits nach 44 Sekunden gab es den ersten Schussversuch von Musculus, der jedoch geblockt wurde. Drei Minuten später prüfte Stefan Aigner den Hallenser Torhüter Kai Eisele erstmals. Doch die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die aus den zurückliegenden vier Begegnungen zehn Punkte geholt und dabei in Jena (3:0) und in Lotte (1:0) gewonnen haben, versteckten sich keineswegs. So entwickelte sich eine zwar temporeiche, aber auch umkämpfte und dadurch zerfahrene Partie.

In der 32. Minute wurde der Einsatz dann übertrieben. Braydon Manu traf den Uerdinger Manuel Konrad am Hals und sah dafür von Schiedsrichter Asmir Osmanagic aus Stuttgart die Rote Karte. Eine der wenigen gelungenen Kombinationen führte drei Minuten vor der Pause zum Erfolg. Oguzhan Kefkirs Hereingabe leitete Maximilian Beister mit Übersicht und Gefühl auf Christian Dorda weiter, der auf den in der Mitte goldrichtig gestarteten Stefan Aigner passte, der den Ball zur Führung einschoss.

Wer gedacht hatte, die Uerdinger würden das Spiel sicher nach Hause bringen, sah sich getäuscht. Nachdem Julian Guttau über das Tor geköpft und Pascal Sohm frei stehend nur den Pfosten getroffen hatte, nutzte Bentley Bahn die dritte vorzügliche Möglichkeit per Kopf zum dann verdienten Ausgleich.

Aber die Uerdinger Spezialität ist es,Spiele auf der Ziegeraden zu entscheiden. Diesmal schlugen sie in der 78. Minute zu. Aigner passte von der Grundlinie auf Kefkir, der genau richtig stand. So erarbeitete sich der KFC, der in der Defensive nicht immer sicher stand, auch seinen zweiten Heimsieg recht mühevoll.

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