Uerdingen: Kapitän Mario Erb erklärt, warum der KFC aufsteigt

KFC Uerdingen: Der Kapitän des KFC ist wieder an Bord

Nach dreimonatiger Verletzungspause steht Mario Erb wieder auf dem Platz. Er hat etwas Abstand gewonnen, war aber trotzdem nah an der Mannschaft. Er verrät die größte Stärke des Teams und was er sich wünscht.

Was war das für ein Getuschel, als die Nachicht, dass Osayamen Osawe zum KFC Uerdingen wechselt, am Mittwoch exklusiv von dieser Redaktion vermeldet wurde. Die Handys gingen hin und her, das Thema wurde herumgereicht und besprochen. Einer, der auch dazu etwas fundiert sagen kann, ist Mario Erb. „Ich habe mit Erfurt gegen ihn gespielt, als er in Halle war“, erinnert sich der Kapitän des KFC. „Es ist ein überragender Spieler. Er ist schnell und kann die Bälle fest machen. Ich hoffe, dass er sich schnell zurecht findet, aber bei uns hat er es nicht schwer.“

Erb weiß, wovon er spricht, denn kaum einer kennt die Mannschaft besser. Drei Monate musste er nach dem Bruch des Schienbeinkopfes Ende September in Köln pausieren. „Erst war ich schon geknickt und traurig, dass ich der Mannschaft nicht helfen kann“, erinnert er sich. „Aber dann habe ich die Reha in Angriff genommen. Außerdem war ich oft in der Kabine und habe dort mein Krafttraining absolviert, weil ich nah an der Mannschaft sein wollte.“

Nach dem Ausfall des Kapitäns lief es nicht. Schwache Leistungen und drei Niederlagen in Folge setzten Trainer Stefan Krämer und die Mannschaft gehörig unter Druck. „Aber wie wir gestärkt aus dieser Phase hervor gegangen sind, das spricht für die Mannschaft und das schafft nicht jede.“

Die Lage hat sich für Erb in den drei Monaten radikal geändert. Bildete er vergangenen Saison mit Christopher Schorch die unantastbare Innenverteidigung mit Stammplatzgarantie, so haben die beiden in Dominic Maroh und Robert Müller Konkurrenten auf Augenhöhe bekommen. „Wir wussten, dass wir nach dem Aufstieg nicht mit zwei Innenverteidigern in die neue Saison gehen“, sagt Erb. „Das der KFC nachrüstet war klar. Jetzt haben wir vier gestandene Profis. Jeder gibt sein Bestes, und dann muss der Trainer entscheiden. Natürlich hoffe ich, dass ich spielen werde, aber ich hatte drei Monate Pause, muss jetzt gesund bleiben und mich anbieten.“

Zwölf Neue sind gekommen, doch die Charakterstärke der Truppe sei geblieben, sagt der Kapitän und erklärt, was sie auszeichnet: „Wir haben einige Spieler, die ganz oben gespielt haben. Sie sind jetzt in der Dritten Liga und reißen sich jeden Tag den Arsch auf. Und wir haben Spieler, die auf der Tribüne sitzen und sich jeden Tag im Training den Arsch aufreißen. Und dann kommen Müller und Chessa rein, spielen überragend und müssen dann doch wieder auf die Tribüne. Aber jeder wusste, worauf er sich einlässt und dass der Konkurrenzkampf groß ist.“

In der Charakterstärke und Harmonie sieht Erb auch die großen Trümpfe des KFC im Kampf um den Aufstieg. „Wir wollen beweisen, dass wir zu recht da oben stehen“, sagt er. „Ich bin froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, an dem Projekt teilzunehmen. Ich habe es keinen Tag bereut, hier her gekommen zu sein.“

Zwei Wünsche hat er trotzdem: „Dass wir aufsteigen und möglichst bald wieder in der Grotenburg spielen können. Das wird dem Verein und der ganzen Stadt einen riesigen Schub verleihen.“

Mehr von RP ONLINE