Uerdingen in Braunschweig mit Dörfler für Beister

KFC Uerdingen will die Krise beenden: Dörfler könnte für Schwung sorgen

Mit einem Sieg bei Eintracht Braunschweig will der KFC Uerdingen seine Krise beenden. Trainer Stefan Krämer setzt daher beim Zweitliga-Absteiger ganz auf Offensive.

Stefan Krämer ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Nach gutem Saisonbeginn hat seine Mannschaft fünf der zurückliegenden sieben Begegnungen verloren. Krämer, im Frühjahr als Aufstiegsheld gefeiert, steht nun unter Druck. „Damit kann ich umgehen“, sagt er vor dem Spiel des KFC Uerdingen am Samstag (14 Uhr) bei Eintracht Braunschweig. „Der Erfolg wurde an meiner Person fest gemacht, da ist es doch klar, dass mir auch die Niederlagen angehaftet werden. Aber das ist kein Problem.“

Aber nicht nur Krämer, sondern beide Mannschaften stehen ebenfalls unter Druck.Die Uerdinger müsen ihre Negativserie beenden, um den Kontakt zur Spitze zu wahren Doch noch düsterer sieht es bei den Gastgebern aus. Die Eintracht wollte nach dem Zweitligaabstieg den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff nehmen und trägt mit nur neun Punkten und sechs Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz die Rote Laterne. „Da ist Dampf im Kessel“, meint Krämer. „Beide Mannschaften werden ihr ganzes Herz in die Partie legen.“

Die Eintracht ist nach dem Traienrwechsel zwar etwas besser geworden, doch spiegelt sich das in Ergebnissen noch nicht recht wider: 3:4 unterlag die Mannschaft von Traienr Andre Schubert dem Spitzenreiter Osnabrück, 1:1 spielte sie in Grßaspach. „Wir haben zweimal gut gespielt, aber nur einen Punkt geholt. Wir müssen noch eine Schippe drauflegen, in der Art und Weise sowie der Konsequenz, wie wir spielen, um erfolgreich zu sein“, fordert der Schubert.

Die Niederlagen haben bei beiden Manschaften Spuren hinterlassen. „Sie beeindrucken auch erfahrene Spieler“, sagt Krämer. „Auf die strotzen dann nicht gerade vor Selbstvertrauen und machen Fehler, aber das ist normal. Ich vertrauen jedem meiner Spieler, und solange ich nicht nervös werde, braucht auch kein anderer nervös zu werden.“ Deshalb war im Vorfeld der Parie auch alles wie immer, die Abläufe wurden bewusst nicht geändert. Am Freitag nach dem Abschlusstraining fuhr die Manschaft mit dem Bus nach Braunschweig – mit nahezu unverändertem Kader. Neben den Langzeitverletzten Mario Erb (Bruch des Schienbeinkopfes), der am Wochenende noch einmal zu einer Untersuchung in München weilt, aber mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden ist, und Dennis Daube (Innenbandriss und Meniskusschaden) sowie den angeschlagenen Maurice Litka und Khalil Mohammad blieben natürlich die gesperrten Manuel Konrad und Maximilian Beister daheim. Konrad, der in Osnabrück (1:2) in der Nachspielzeit den entscheidenden Handelfmeter verursacht hatte, war wieder guter Dinge: „Das ist abgehakt. Die Punktejagd geht weiter.“

Dass für Konrad auf der Sechserposition Krepmicki spielt, ist ausgemachte Sache. Aber wer kommt für Beister im offensiven Mittelfeld zum Einsatz? Die Entscheidung fällt erst kurz vor dem Spiel. „Das hängt auch vom System ab“, sagt Krämer. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir eine noch offensivere Formation wählen.“

Anstatt des 4-2-3-1 könnten die Uerdinger auch ein 4-4-2 oder gar 4-3-3 wählen.  Gut möglich, dass der schnelle Johannes Dörfler eine Chance bekommt. Oder sollte gar Torjäger Lucas Musculus von Beginn an in der Spitze spielen und Stefan Aigner über die rechte Seite kommen?

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