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Trotz katastrophaler Bedingungen ist Stefan Krämers Begeisterung grenzenlos

Trotz der Niederlage des KFC Uerdingen : Stefan Krämers Begeisterung ist grenzenlos

Nach der 1:3-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden gaben sich die Spieler des KFC Uerdingen selbstkritisch. Die Köpfe ließen sie aber nicht hängen. Wenngleich vieles im Umfeld nicht stimmt, so ist doch die Mannschaft intakt.

Die Uerdinger verfügen über eine gute Kondition, obwohl sie unter Kreisliga-Verhältnissen trainieren. Bei der 1:3-Niederlage in Wiesbaden demonstrierten sie, dass ihr körperlicher Fitnesszustand durchaus gut ist. Sie waren dem Gegner in puncto Ausdauer und Schnelligkeit keineswegs unterlegen. Und auch nach dem Spiel gaben sie noch Gas. Nicht einmal eine Stunde nach dem Abpfiff saßen sie frisch geduscht im Bus und rollten gen Heimat.

Torhüter Hidde Jurjus hatte an dem Abend den Ball so häufig aus dem Netz geholt wie noch nie, seitdem er das KFC-Trikot trägt. Neun Gegentore hatte er in 14 Begegnungen kassiert, nun drei innerhalb von 19 Minuten. „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, in der zweiten haben wir gezeigt, wie gut unsere Mentalität ist“, sagte der Schlussmann, der am Sonntag gegen den MSV Duisburg nun eine neue Serie ohne Gegentor starten will.

Fridolin Wagner hatte die Uerdinger in Führung gebracht, so richtig freuen konnte er sich darüber nicht. „Wiesbaden hat gegen uns eine Traumschuss-Garantie“, meinte er in Anspielung auf den Treffer von Maurice Malone. „Wir haben schlecht verteidigt und unsere Chancen nicht rein gemacht“, sagt er selbstkritisch. Auch Adriano Grimaldi war unzufrieden: „Wiesbaden schießt drei Mal und trifft drei Mal. Die Standardsituation war schlecht verteidigt, hinzu kamen zwei Ballverluste im Mittelfeld.“

Nichts auszusetzen gab es wieder einmal an der Einstellung der Mannschaft. „Nach zweieinhalb Wochen ohne Training haben wir auch heute wieder alles raus gehauen“, sagte Wagner. Und auch Trainer Stefan Krämer stimmte erneut das Hohe Lied an. Mit Blick auf die Trainingsbedingungen sagte er: „Meine Begeisterung für Fußball ist grenzenlos. Aber manchmal fahre ich schon da hin und denke: Na ja, das hat mit Profi-Fußball nicht wirklich zu tun.“ Zuletzt konnte sich das Team in der Soccer-Halle etwas bewegen und  hatte Spaß – wo sonst Kindergeburtstage und Betriebsfeiern stattfinden. „Wir haben Top-Jungs, eine gute Gruppe, das ist cool.“