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KFC Uerdingen: Trainer Murat Salar schickt Fotografen vom Platz

KFC Uerdingen : Trainer Murat Salar schickt Fotografen vom Platz

Murat Salar hat am Dienstagnachmittag erstmals als Cheftrainer das Training des KFC Uerdingen geleitet. Er erklärte zuvor, er wolle sich von dem Trubel um den Verein nicht ablenken lassen. Seine erste Maßnahme reiht sich aber in die Liste der Verfehlungen ein.

Dass der Fußball-Regionalligist in der Außendarstellung derzeit nicht die beste Figur abgibt, weiß Salar. Deshalb erklärte er im Gespräch mit der Rheinischen Post: "Die ganzen Querelen, die rund um den Verein herrschen, interessieren mich erst einmal nicht. Wir wollen uns jetzt auf das Sportliche konzentrieren und dafür müssen wir alle Kräfte bündeln."

Dass er deshalb aber die Pressefotografen beim ersten Training vom Platz verwies, um ungestört zu trainieren, hinterlässt erneut Fragezeichen. Ein Verein, der öffentlich nicht das beste Licht abgibt, sollte eigentlich um mehr Professionalität bemüht sein. So reiht sich Salars erste Maßnahme nahtlos in die Verfehlungen der jüngeren Vergangenheit ein.

Murat Salar, der vor drei Wochen als Assistent von Coach Erhan Albayrak zum KFC Uerdingen gekommen war, hatte zuvor erklärt, dass er seinen bis Mitte 2015 datierten Vertrag auch beim bitteren Gang in die Oberliga erfüllen würde.

Dem 37-Jährigen war es wichtig, dass er einen Vertrag über die aktuelle Saison hinaus erhält. "Sonst hätte ich es nicht gemacht. Nun freue ich mich sehr auf die Aufgabe", sagte Salar. Seine kurzfristige Planung beinhalte dabei aber keine Wunder: "Unser Ziel ist es, den 16. Tabellenplatz zu halten. Sollte nach oben hin noch was gehen, nehmen wir das natürlich gerne mit. Ansonsten müssen wir hoffen, dass die Konkurrenten so spielen, dass wir über den 16. Platz in der Liga bleiben."

Eigentlich war der bisherige Co-Trainer - nach der Entlassung von Albayrak nach nur drei Spielen - in der verganenen Woche zurückgetreten. Am Ostermontag folgte dann die Kehrtwende. KFC-Boss Lakis einigte sich mit Salar auf eine Weiterbeschäftigung an der Grotenburg.

Der KFC steht vier Spieltage vor Saisonende mit einem absolvierten Spiel mehr als die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt auf dem 16. Platz.

(erer)