Trainer Heiko Vogel festigt beim KFC Uerdingen seine Position durch den Sieg beim FSV Zwickau

Durch den 2:1-Sieg beim FSV Zwickau : Trainer Vogel festigt beim KFC Uerdingen seine Position

Nach sechs Spielen ohne Sieg in der Dritten Liga und dem Pokal-Aus gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen hat der KFC Uerdingen die schwarze Serie durch einen 2:1-Sieg beim FSV Zwickau endlich gestoppt.

Mikhail Ponomarev ist wieder der Alte. Das wurde auch nach dem Spiel in Zwickau deutlich. Da ging der Präsident des KFC Uerdingen kurz in die Kabine, um der Mannschaft zu gratulieren. Aber nicht so emotional und überschwänglich wie im Frühjahr, als er Trainer Norbert Meier nach dem Spiel gegen Preußen Münster umarmte und ihn wenige Wochen später entließ, sondern abgeklärter. Den Ausflug in die Emotionalität des Fußballs hat Ponomarev wieder abgestreift und ist zu seiner früheren Linie zurückgekehrt – zu der des Investors und Präsidenten.

Davon profitiert hat Trainer Heiko Vogel. Der durfte nämlich auch nach sechs Spielen ohne Sieg und dem Pokal-Aus beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen weiterarbeiten. Im verflixten siebten Meisterschaftsspiel hat es dann geklappt. Seine Mannschaft feierte einen verdienten 2:1-Sieg in Zwickau. Der Erfolg war glücklich, weil der aufgrund der Verletzungen von Adriano Grimaldi und Osayamen Osawe von Twente Enschede neu verpflichete Stürmer Tom Boere die Gäste mit einer sehenswerten Direktabnahme in Führung gebracht hatte, doch der Dreier erst in der Nachspielzeit durch Christian Dorda perfekt gemacht wurde. Der Sieg, der nach dem Ausgleich in Gefahr geriet, war aber aufgrund des mehr als halben Dutzends erstklassiger Chancen hochverdient. „Wir waren mit dem 1:1 nicht zufrieden und haben uns heute am Ende belohnt“, sagte Vogel. „Das tut der Mannschaft gut.“ Und dem Trainer auch. Der hatte natürlich unter erheblichem Druck gestanden.

In Zwickau halfen ihm seine analytischen Fähigkeiten. Da die Gastgeber stets mit langen, hohen Bällen agieren, hatte er seinen Kapitän Jan Kirchhof, der ansonsten auf der Sechser-Position spielt, in die Zentrale der Abwehr beordert und auf Dreier- bzw. Fünferkette umgestellt. Die Taktik ging auf, weil der 1,95 Meter lange Kirchhoff eindrucksvoll die Lufthoheit behielt.

Am 30. September kommt nun der SV Waldhof Mannheim nach Düsseldorf. Der Aufsteiger wird sich unbedingt für die verlorene Relegation 2018 revanchieren wollen. Da müssen die Uerdinger beweisen, dass der Sieg keine Eintagsfliege war.

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