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Tim Albutat fehlt auch beim dritten Treffen zwischen dem KFC und MSV

KFC gegen MSV : Tim Albutat fehlt auch beim dritten Mal

Der KFC Uerdingen und MSV Duisburg treffen am Mittwoch erneut aufeinander – diesmal im Pokal in Velbert. Der Mittelfeldspieler wird nach seinem Kreuzbandriss auf Krücken ins Stadion kommen und dort mitfiebern.

Tim Albutat sieht noch etwas mitgenommen aus. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn er hat nicht nur ein paar harte Tage, sondern schwere Wochen und Monate hinter sich. Das wiederum liegt weniger, wie man meinen könnte, an der sportlichen oder wirtschaftlichen Situation des KFC Uerdingen, sondern an der gesundheitlichen Verfassung des Mittelfeldspielers, der in dieser Saison vom Pech verfolgt war.

Als Albutat im Sommer vom MSV Duisburg zum KFC wechselte, hatte er ziemlich klare Vorstellungen. Er wollte mit den Blau-Roten um den Aufstieg in die Zweite Liga mitspielen. Doch es kam alles völlig anders. Schon der Saisonstart war verpatzt. Nach nur zwei Punkten aus den ersten vier Spielen standen die Uerdinger schon im Keller. Und nach dem 0:4 gegen Wiesbaden erlitt der ehemalige U18-Nationalspieler eine Verletzung am Sprunggelenk. Zwei Monate lang bestritt er kein Meisterschaftsspiel und arbeitete sich mühsam wieder heran. Seit Jahresbeginn lief es dann wieder besser und in Saarbrücken (2:2) erzielte er sein erstes Tor für die Uerdinger. Doch die Freude währte nicht lange, denn am 21. April erlitt er im Training einen Kreuzbandriss. „Das ist für die Mannschaft und mich schade“, sagt der Ex-Freiburger.

Das ist jetzt drei Wochen her. „Vor zwei Wochen bin ich operiert worden. Die OP sei gut verlaufen, sagen die Ärzte. Aber auch der Außenmeniskus war kaputt. Jetzt hab ich noch vier Wochen die Krücken und hoffe, dass ich Ende des Jahres wieder fit bin. Ich habe das inzwischen akzeptiert.“

Das klingt schon ziemlich abgeklärt, ist aber nicht leicht. Zunächst einmal hat er für sich eine Tagesstruktur geschaffen. Morgens verbringt der 28-Jährige vier Stunden in der Reha, nachmittags geht er mit der Freundin einkaufen, anschließend wird das Bein hoch gelegt und gekühlt. „Und ich fieber auf der Couch mit“, sagt er.

Am Mittwoch will er sich aber mit Beinschiene, Schmerztabletten und auf Krücken auf den Weg nach Velbert machen, wo der KFC im Viertelfinale des Niederrheinpokals auf den MSV Duisburg trifft. „Als die Auslosung kam, habe ich gedacht, das ist ja verrückt, das gibt es auch nicht oft, dass man in einer Saison drei Mal gegen seinen Ex-Verein spielt“, erzählt Albutat. „Doch es ist noch verrückter, denn jetzt bin ich in allen drei Spielen nicht dabei.“ Beim Meisterschafts-Hinspiel (2:0 für den KFC) litt er am Sprunggelenk, beim Rückspiel (1:2) war er gesperrt, beim Pokalspiel der Kreuzbandriss. Und das Pokalspiel hat er trotz der Personalmisere beim KFC und dem Kampf um den Klassenerhalt noch nicht abgehakt. „Ich bin im Moment zwar nicht so nah an der Mannschaft dran, aber für die Fans und das Umfeld ist es ein Prestigeduell“, sagt er. „Da kann sich die Mannschaft Selbstvertrauen holen.“ Zu den Besonderheiten der Partie gehört auch, dass die Uerdinger nun das dritte Heimstadion in dieser Saison nutzen: nach Düsseldorf und Lotte wird nun in Velbert gespielt.

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Ob der KFC im Pokal das Halbfinale erreicht, ob er den Klassenerhalt schafft, das ist ebenso offen wie die Zukunft von Tim Albutat. „Ich habe viel Zuspruch erhalten“, sagt er. „Ob mir ein Verein im Sommer einen Vertrag anbietet, weiß ich nicht. Aber es wird auch im Herbst oder Winter Vereine geben, die Spieler brauchen. Ich habe schon ein paar Spiele auf dem Buckel und es ist bekannt, was ich kann und was ich nicht kann. Aber das ist noch weit weg.“