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Spielbetrieb des KFC Uerdingen vorerst gesichert

Lizenz für die nächste Saison beantragt : Spielbetrieb des KFC Uerdingen vorerst gesichert

Aufatmen bei den Fans des KFC Uerdingen. Der Spielbetrieb ist vorerst gesichert, die Lizenz für die kommende Saison in der 3. Liga wurde beantragt. Damit findet am Mittwoch das Nachholspiel gegen den FC Ingolstadt wie geplant um 17 Uhr in Lotte statt.

Der KFC Uerdingen gibt den Kampf um den Erhalt der 3. Liga nicht auf. Der Traditionsverein hat fristgerecht die Lizensierungsunterlagen für die Saison 2021/22 beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht. „Im Namen des gesamten KFC danke ich allen Beteiligten, insbesondere unseren Mitarbeitern, für die Vorbereitung des Lizenzantrags in diesen schwierigen Zeiten“, sagt Geschäftsführer Nikolas Weinhart.

Auch der aktuelle Spielbetrieb ist vorerst gesichert, die anstehenden Partien des KFC Uerdingen finden statt. „Gespräche und Bemühungen darüber hinaus laufen weiterhin“, betont Insolvenzverwalter Dr. Claus-Peter Kruth von der Kanzlei AndresPartner, der die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und das Team am Montag über den aktuellen Stand informierte.

Der KFC Uerdingen befindet sich bereits seit dem Herbst in wirtschaftlicher Schieflage. Anfang November hatte der damalige Präsident Mikhail Ponomarev erstmals öffentlich eingeräumt, dass die Situation schwierig sei. Im Januar hat der KFC dann beim Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Am 2. Februar wurde Claus-Peter Kruth vom Gericht als Insolvenzverwalter eingesetzt.

Nach Sichtung der Unterlagen hatte Kruth gesagt: „Um dem Traditionsclub eine Perspektive zu ermöglichen, werden wir in den kommenden Tagen und Wochen unter Einbezug der Liga-Statuten alle zur Verfügung stehenden Optionen prüfen, um weiterhin hochklassigen Fußball in Krefeld anbieten zu können.“ Bereits damals war schon klar, dass es ohne weiteres finanzielles Engagement von Sponsoren, die in den KFC investieren, keine dauerhafte Perspektive geben wird.

Die glaubten die Uerdinger gefunden zu haben, als Mikhail Ponomarev am 10. Februar seine Anteile an der Fußball-GmbH abgab. „Ich habe immer versprochen, den Klub bis zuletzt zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass eine Zukunft in der Dritten Liga möglich ist“, sagte Ponomarev. „Ich bin mir sicher, dass das in enger Abstimmung mit der Noah Company eingeleitete Insolvenzverfahren erfolgreich beendet wird und der KFC auch weiterhin professionellen Fußball spielen wird.“

Auch der Investor aus Armenien gab sich zuversichtlich. „Wir sind unglaublich erfreut und auch stolz, einen Traditionsverein wie den KFC Uerdingen in unserer Noah-Familie willkommen zu heißen“, sagte Roman Gevorkyan, Head of Noah Company. „Allerdings wissen wir alle, dass sich der Verein aktuell in einer schwierigen Lage befindet. Wir werden alles versuchen, um die Dritte Liga zu halten und die Zukunft des KFC Uerdingen zu sichern.“ Sprach‘s und ward fortan nicht mehr zu sehen und zu hören.

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Ponomarev griff nochmals in die Tasche und sicherte den Spielbetrieb bis zum 28. Februar. Am Montagnachmittag wurde dann die Mannschaft vom Insolvenzverwalter informiert. Die gute Nachricht: Es geht weiter. Ob Ponomarev erneut mit finanzieller Hilfe eingesprungen ist, war am Montagnachmittag nicht zu erfahren.