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Serie des KFC Uerdingen beim 1:2 gegen SV Rödinghausen gerissen

1:2 gegen SV Rödinghausen : Serie des KFC Uerdingen ist gerissen

Die Serie des KFC Uerdingen ist gerissen. Nach drei ungeschlagenen Spielen unterlag die Mannschaft von Trainer Dmitry Voronov dem SV Rödinghausen in der Nachspielzeit mit 1:2. Zeitpunkt und Ergebnis sind für die Gastgeber gleichermaßen bitter.

Der KFC Uerdingen wehrt sich nach Kräften und hat seine Wettbewerbsfähigkeit in der Fußball-Regionalliga erneut nachgewiesen. Die Mannschaft verlor aber gegen den gestandenen Viertligisten SV Rödinghausen in der Nachspielzeit mit 1:2 (0:1). Es war die erste Niederlage nach drei Unentschieden in Folge. in Sieg ist den Uerdingern, die aufgrund des Insolvenzverfahrens ohne Vorbereitung in die Saison gegangen sind, noch nicht gelungen. Daher behält der KFC auch die Rote Laterne.

Für eine ungewöhnliche Maßnahme hatte die Velberter Polizei vor dem Spiel gesorgt. Sie ließ die Presseplätze auf der Tribüne entfernen, weil beim Spiel gegen Alemannia Aachen beim Platzsturm von Krawallbrüdern aus der Kaiserstadt Tische und Stühle als Wurfgeschosse genutzt worden waren. Die Anweisung war allerdings insofern unverständlich und nicht zielführend, da aus Rödinghausen kein einziger Fan angereist war.

Trainer Dmitry Voronov hatte eine Rechnung aufgemacht, die den Spielern Selbstvertrauen geben sollte. „Wir haben in den zurückliegenden vier Spielen nicht verloren, nur ein Gegentor kassiert und wir haben fünf geschossen“, hatte er gesagt. Das ist richtig, da er den 4:0-Pokalsieg gegen den drei Klassen tiefer spielenden Bezirksligisten mitrechnet. In der Regionalliga war der KFC zwar auch drei Spielen ungeschlagen aber nur einem Gegentor, hatte aber auch nur einen Treffer erzielt. Doch für Voronov gab es keinen Grund zu wechseln. Er bot mit einer Ausnahme exakt die Elf von Wegberg-Beeck (1:1) auf: Kevin Ntika war nicht dabei. Der Innenverteidiger erlitt im Training einen Meniskusriss, wird am Montag operiert und fällt mehrere Monate aus. Für den 26 Jahre alten Innenverteidiger kam Leonel Kadiatia in die Abwehr.

Die Gäste aus Ostwestfalen, die nach  drei Niederlagen zum Saisonstart bereits den Trainer gewechselt haben, waren von Beginn an überlegen. Es gab aber keine einzige Chance. Erst eine umstrittene Freistoßentscheidung in der 39. Minute und eine schläfrige Abwehr ermöglichte den Gästen die Führung. Der Ball kam aus halbrechter Position lang über alle Köpfe hinweg an den zweiten Pfosten, wo ihn Julian Wolff über die Linie drückte. Jetzt suchten die Uerdinger endlich mal den Weg über die Mittellinie, doch das reichte natürlich nicht. Immerhin wurde Rödinghausens Torhüter Alexander Sebald noch bei einem Freistoß von Kapitän Ouadie Barini geprüft. So ging es mit dem 0:1-Rückstand in die Pause.

Wer geglaubt hatte, die Uerdinger wüden nun offensiver agieren und auf den Ausgleich drängen, sah sich zunächst getäuscht - das selbe Personal, das gleiche Spiel. Rödinghausen wollte aus geicherter Abwehr den entscheidenden zweiten Treffer, doch mehr als ein Kopfball von Patrick Kurzen genau auf Torhüter Jova Jovic brachten auch sie nicht zustande. In der 55. Minute kam Justin Neiß, der zuletzt in Wegberg-Beeck als Joker gestochen hatte. Diesmal war es Abdul Fesenmeyer, der die erste Chance der Gastgeber zum Ausgleich nutzte. Der 19 Jahre alte Mittelstürmer setzte sich durch und traf ins lange Eck.

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Doch das 1:1 beruhigte nicht etwa Spiel, das nun noch umkämpfter, hektischer und zerfahrener wurde. In der Schlussminute hatte der Uerdinger Miran Agirbas den Siegtreffer quasi auf dem Fuß, doch er verpasste.In der Nachspielzeit klingelte es noch auf der anderen Seite. Niklas Wiemann erzielte den glücklichen Siegtreffer für die Ostwestfalen.