Roberto Rodriguez ist ein wichtiger Baustein beim KFC Uerdingen

Kapitän gegen Bielefeld : Rodriguez ist beim KFC ein wichtiger Baustein

Der 28 Jahre alte Schweizer wird für das Testspiel gegen Arminia Bielefeld zum Kapitän befördert. Der KFC Uerdingen verliert mit 0:2. Es ist die erste Niederlage im fünften Vorbereitungsspiel.

Roberto Rodriguez hatte sich seinen Wechsel vom FC Zürich nach Krefeld anders vorgestellt. Denn eigentlich wollte der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler, der im Winter vom Schweizer Erstligisten gekommen war, im Mai mit dem KFC den Aufstieg feiern. Doch was er in der fürchterlichen Rückrunde erlebte, desillusionierte ihn derart, dass er daran zweifelte, ob der Transfer für ihn richtig war. In der Sommerpause hat er neuen Mut geschöpft. Das liegt auch daran, dass KFC-Präsident Mikhail Ponomarev sich mindestens genauso so stark für den KFC engagiert wie in der Vergangenheit, wenn gar nicht noch stärker. Und Trainer Heiko Vogel hat Rodriguez auch noch mal ein Zeichen gegeben, dass er auf ihn setzt: Im Testspiel gegen Arminia Bielefeld führte der ehrgeizige Techniker die Blau-Roten als Kapitän aufs Feld. „Einer muss ja die Binde tragen“, wiegelte der Coach ab. „Da sollte man in der Vorbereitung nicht zu viel hinein interpretieren.“

Für Rodriguez kein Problem. „Der Trainer ist vor dem Spiel zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass ich heute der Kapitän bin“, berichtete der Schweizer. „Das ist kein Problem. Ich habe schon sehr viel erlebt und trage auch privat viel Verantwortung.“

Und auch die 0:2-Niederlage gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld wollte keiner der Krefelder überbewerten. „Das Resultat ist doch zweitrangig“, fand Rodriguez genau die Worte, die Fußballer immer nach einer Niederlage in der Vorbereitung bemühen. „Wir hatten zwei Trainingseinheiten mehr in den Beinen als Tags zuvor beim 1:1 gegen Schachtar Donezk. Und 30 Meter vor dem Tor hat uns auch der Mut gefehlt.“

Dass in Andreas Maxsö und Hakim Guenouche jetzt zwei ehemalige Mannschaftskameraden  zum KFC gekommen sind, freut Rodriguez, wenngleich er davon nichts geahnt hat. „Ich hatte keinen Kontakt zu ihnen“, sagt er. „Ich habe auch erst zwei Tage vor dem Transfer davon erfahren.“ Maxsö kennt er gut. „Er war ein absoluter Stammspieler. Hakim ist noch jung, macht seine Sache aber sehr gut.“

Nach dem Spiel ging es in die Eistonne: Roberto Rodriguez erholt sich von den Strapazen. Foto: Thomas Schulze

Ähnlich urteilte Trainer Vogel nach dem Debüt der beiden Neuen. „Maxsö hat gezeigt, warum wir ihn geholt haben“, meinte der Coach. „Hakim hat noch sprachliche Probleme, weil er nur französisch spricht. Aber er ist erst den dritten Tag heute hier und in seiner Entwicklung sicherlich nicht am Ende. Er kann viel mehr, als wir vielleicht heute von ihm gesehen haben.“

Mehr von RP ONLINE