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Regionalliga West: Dem KFC Uerdingen mangelt es an Führung für den Klassenerhalt

Qualität falsch eingeschätzt : Dem KFC Uerdingen mangelt es an Führung

Patrick Schneider und Dmitry Voronov sind davon überzeugt, dass der von ihnen zusammen gestellte Kader stark genug für den Klassenerhalt ist. Dazu mangelt es aber nicht nur an Punkten, sondern auch an der notwendigen Disziplin.

Konträrer könnten die beiden Tabellen nicht sein. In der Regionalliga ist der KFC Uerdingen Letzter, die mit dem Strafenregister führt er souverän an. Passt das zusammen? Ja, es offenbart zweierlei: fußballerische Mängel und Disziplinlosigkeit.

Die sportlichen Defizite betreffen zum Beispiel die Schnelligkeit und das Zweikampfverhalten. So ist es verständlich, wenn sich ein Verteidiger wie Jesse Sierck, der von seiner Statur, seinen Bewegungen und dem Radius her sehr an Christopher Schorch erinnert, nach verlorenem Laufduell den Stürmer unrechtmäßig stoppt und sich dafür eine Gelbe Karte abholt.

Anders ist es zu bewerten, wenn sich Stürmer Charles Atsina oder die Mittelfeldspieler Leon Augusto oder Marco Cirillo in neutralen Zonen zu unfairen Mitteln greifen, sei es um den Spielaufbau des Gegners zu unterbinden oder den eigenen Frust los zu werden. Dabei handelt es sich um ein undiszipliniertes Verhalten. Das kann natürlich im Einzelfall mal vorkommen, doch beim KFC  scheint es beinahe der Normalfall zu sein, was auf eine Führungsschwäche hindeutet.

Es liegt am Sportlichen Leiter Patrick Schneider und Trainer Dmitry Voronov, den Spielern das zu vermitteln. Ob ihnen das gelingt? Zweifel sind angebracht, wenngleich dies eigentlich möglich sein sollte – notfalls  mit Hilfe eines Bußgeldkatalogs. Jedenfalls sollte es einfacher zu bewerkstelligen sein als der Klassenerhalt, von dem beide überzeugt sind. Bislang deutet jedenfalls fast alles darauf hin, dass es sich um eine Fehleinschätzung des Duos handelt.