Präsident Mikhail Ponomarev vom KFC Uerdingen setzt Erfolgsserie fort

Kommentar : Balsam für die Wunden

Mikhail Ponomarev hatte in den vergangenen Wochen wenig Grund zur Freude. Sportlich lief es alles andere als gewünscht. In solchen Momenten kramen die Kritiker genüsslich hervor, was alles falsch läuft.

Das war natürlich Wasser auf die Mühlen von einigen deutschen Fußball-Romantikern, die in Investoren schlechthin das Böse sehen.

Eine berechtigte Frage war jedoch, ob die im Winter nochmals getätigten Verpflichtungen von Roberto Rodriguez, Assani Lukimya, Osayamen Osawe und Adriano Grimaldi richtig waren oder ob sie das Mannschaftsgefüge gesprengt haben? In der Rückrunde sah es so aus, als sei letzteres der Fall. Im Pokalendspiel hingegen zahlten sich die Verpflichtungen aus: Rodriguez und Osawe erzielten die Tore zum Sieg.

Ponomarev hatte den Kader im Winter vergrößert, was sich jetzt als goldrichtig erwies. In Maximilian Beister, Stefan Aigner und Adriano Grimaldi fielen gleich drei Torjäger verletzt aus. Das hätte ohne die Verpflichtungen im Winter nicht kompensiert werden können.

Der KFC Uerdingen hat sich erstmals seit 2001 für den DFB-Pokal qualifiziert. Allein das zeigt, dass der Gewinn des Niederrheinpokals nicht alltäglich ist. Und er ist ein weiterer Etappensieg für Ponomarev, der 2016 zum KFC-Präsidenten gewählt wurde.

Seine Bilanz: 2017 Aufstieg in die Regionalliga, 2018 Aufstieg in die Dritte Liga, 2019 Einzug in den DFB-Pokal. Es gab und gibt Präsidenten im Fußball, die deutlich weniger erfolgreich sind. Der KFC darf sich glücklich schätzen, was immer auch erzählt wird.

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