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Patrick Göbel feiert gelungenes Debüt beim KFC Uerdingen

Zehn Monate ohne Spielpraxis : Patrick Göbel feiert gelungenes Debüt beim KFC

Der Mittelfeldspieler hatte im Januar sein letztes Spiel absolviert. Im Gastspiel beim MSV Duisburg überzeugte er nicht nur in der Viererkette, sondern auch durch seine gefährlichen Standards.

Ein Experte, der nahezu jedes Spiel des KFC Uerdingen live sieht, hatte es schon in den ersten 45 Minuten erkannt. „Jetzt haben wir endlich mal einen, der Standards bringen kann“, sagte er in der Halbzeit. Wen er meint? Patrick Göbel. Der 27-Jährig war erst am 6. Oktober verpflichtet worden, nachdem Omar Haktab Traore wenige Tage zuvor einen Riss des Syndesmosebandes erlitten hatte und damit klar war, dass der rechte Verteidiger monatelang nicht zur Verfügung steht.

Göbel ist eigentlich keiner, der rechts hinten in der Viererkette spielt. Aber er hat die Chance beim Schopfe gepackt, die sich ergab, nachdem Leon Schneider gegen Wiesbaden nicht seinen besten Tag gehabt hatte. Göbel wurde beim Gastspiel in Duisburg auf der Position aufgeboten und machte seine Sache gut – nicht nur bei ruhenden Bällen, da aber ganz besonders. Seine Freistöße und Eckbälle sorgten immer für Gefahr vor dem gegnerischen Tor.

„Die Standards sind brandgefährlich“, sagte Trainer Stefan Krämer, der aber nicht nur deshalb mit Göbel zufrieden war. „Er hat sich wirklich ein Extra-Lob verdient. Er hat eine gute Leistung gebracht, obwohl er zuletzt im Januar über 90 Minuten gespielt und oft allein trainiert hat.“ Der Rechtsfuß, der in der vergangenen Saison beim Halleschen FC unter Vertrag stand, wurde nach einer Verletzungspause nicht mehr berücksichtigt, gehörte nicht mehr dem Kader an und stand im Sommer ohne Verein da.

Nach seinem Debüt im Trikot des KFC Uerdingen war Göbel rundum glücklich. „Ich bin froh, dass ich wieder spielen konnte, es hat Spaß gemacht. Schließlich hatte ich längere Zeit nicht gespielt“, sagte er. „Es war ein ccoles Debüt, es hat Lust auf mehr gemacht.“ Er war aber nicht nur mit sich und seiner Leistung zufrieden, sondern mit der Mannschaftsleistung und vor allem natürlich mit dem Resultat. „Der 2:0-Sieg war total verdient. Wir haben als Team 90 Minuten gut gegen den Ball gearbeitet und wenig zugelassen. Und wir hatten auch gute Ansätze im Spiel nach vorne.“

Dass seine Standards als gut wahrgenommen und gelobt wurden, nahm Göbel hingegen ziemlich gelassen auf. „Ja, die Standards waren gut, aber es ist noch schöner, wenn wir uns dabei belohnen.Standards gehören seit Jahren zu meinen Stärken und sind ein wichtiges Merkmal für mein Spiel.“ Zugleich weist er darauf hin, dass das nicht von ungefähr kommt, sondern einer Kontinuität auf verschiedenen Ebenen bedarf: „Wenn ein oder zwei mal nicht gut kommen, der dritte kommt. Und man muss immer fleißig üben.“