Niederrheinpokal: KFC Uerdingen will Wende bei Rot-Weiss Essen schaffen

Niederrheinpokal : Kriselnder KFC will bei Rot-Weiss Essen die Wende schaffen

Am Freitag gastiert der KFC Uerdingen im Zuge des Niederrheinpokals bei Regionalligist Rot-Weiss Essen. Der Klub aus der 3. Liga will im „vorweggenommenen Finale“ den Weg aus der Krise schaffen.

Inka Grings war an diesem Tag nicht die beste Freundin des KFC Uerdingen. Soeben hatte die Trainerin des SV Straelen ein wahres Hammerlos gezogen. In der zweiten Runde des Niederrheinpokals trifft der Drittligist auf Rot-Weiss Essen. In Essen, an der altehrwürdigen Hafenstraße. Knapp 13.000 Zuschauer werden dort erwartet. „Es wird ein Pokalspiel, es wird hitzig. Beide Fangruppen werden gut anheizen“, glaubt RWE-Trainer Christian Titz.

Für den KFC wird es also eine denkbar schwierige Aufgabe - zumal der Start in die Saison von einigen Turbulenzen geprägt war. Der Aufstiegskandidat findet sich nach sieben Ligaspielen auf einen Abstiegsplatz wieder. Der schwache Start zog bereits personelle Konsequenzen nach sich. Stefan Aigner wechselte in die 2. Bundesliga nach Wiesbaden, der vor dieser Spielzeit als „Königstransfer“ betitelte Andreas Maxsö löste aus persönlichen Gründen nach nur zwei Monaten seinen Vertrag wieder auf. Dafür wurde in Tom Boere noch ein weiterer Stürmer verpflichtet.

Ganz anders läuft es für Rot-Weiss Essen: Die Ruhrgebietler spielen unter dem neuen Trainer Titz eine bisher fast makellose Serie (sechs Siege, ein Remis) und stehen punktgleich mit dem SV Rödinghausen an der Spitze des Regionalliga-Tableaus. Der Traditionsverein scheint in dieser Spielzeit den hohen Ansprüchen aus dem eigenen Umfeld nachzukommen und um den Aufstieg in die 3. Liga mitzuspielen. Erst am vergangenen Wochenende konnte Essen im Revierderby gegen Rot-Weiß Oberhausen einen überzeugenden 3:0-Sieg einfahren. „Wir wollen unser eigenes Spiel durchsetzen. Auch wenn wir wissen, dass es schwer wird“, sagt Titz vor der Partie am Freitagabend (19.30 Uhr). „Das ist ein vorweggenommenes Finale.“

Ähnlich sieht das auch Heiko Vogel. Der KFC-Trainer gibt sich trotz der Negativserie in der Liga vor der Pokalpartie siegessicher. „Wenn wir unsere Top-Leistung abrufen, werden wir dort bestehen.“

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