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Nach der 1:4-Pleite bei Eintracht Braunschweig blickt der KFC Uerdingen nach unten

1:4-Klatsche : KFC Uerdingen geht in Braunschweig unter

Nach dem blamablen 0:2 gegen Münster geht der KFC Uerdingen bei Eintracht Braunschweig sang- und klanglos unter. Durch die 1:4-Schlappe vor 16.135 Zuschauern ist der Aufstiegskampf passé, stattdessen steht der Abstiegskampf unmittelbar bevor.

Innerhalb von nur einer Woche hat der KFC Uerdingen die gute Ausgangsposition, die er sich in den zurückliegenden Wochen erarbeitet hatte, geradezu kampflos aufgeben. Der Blick der Blau-Roten muss sich nun nach unten richten, denn wer in der 3. Liga drei Mal gewinnt, kämpft um den Aufstieg, doch wer drei Mal verliert, gegen den Abstieg. Nach zwei bitteren Niederlagen gegen Preußen Münster und Eintracht Braunschweig stehen die Uerdinger in einer Woche im Heimspiel gegen den FSV Zwickau entsprechend unter Druck.

Die 3. Liga hatte bereits am Freitag exakt dort weitergemacht, wo sie aufgehört hatte – mit dem Stolperer eines Favoriten, als Unterhaching dem Lokalrivalen Bayern München II unterlag (0:1). Doch in der Begegnung zwischen Braunschweig und dem KFC war vom Papier kein klarer Favorit auszumachen. Zwar standen die Niedersachsen in der Tabelle zwei Punkte besser da, doch hatten sie zuletzt beim 1:3 in Würzburg ebenso enttäuscht wie die Uerdingen (0:2 gegen Münster). So stand erneut ein Schlüsselspiel ins Haus: Wer hält den Anschluss nach oben?

Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Daniel Steuernagel hatten nach der enttäuschenden Leistung gegen Münster, in der die Mannschaft jegliche Leidenschaft und Siegeswillen vermissen ließ, die Anfangsformation auf drei Positionen verändert: Für Tom Boere, Franck Evina und Christian Kinsombi standen Adriano Grimaldi, Edvinas Girdvainis und Roberto Rodriguez in der Anfangsformation. Der Plan: Girdvainis sollte das defensive Mittelfeld verstärken, Rodriguez die Konter einleiten und Grimaldi vorne den Ball festmachen.

Das Uerdinger Konzept wurde bereits nach zehn Minuten über den Haufen geworfen. Nach einem hohen Bein von Rodriguez an Benjamin Kessel, der mit Verdacht auf Jochbeinbruch ausschied, gab es einen Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze. Martin Kobylanski traf ins Eck, wobei Lukas Königshofer nicht gut aussah, weil der Ball in die Torwartecke ging. Und es kam noch dicker. Nach einer klaren Abseitsstellung, die Schiedsrichter Max Burda nicht sah, schoss Niko Kijewsi in Richtung Osayamen Osawe und der Unparteiische entschied auf Elfmeter. Kobylanski sagte Danke. Nach einer halben Stunde fiel bereits die Entscheidung. Nach einem nicht geahndeten Foul an Adam Matuschyk wehrte Königshofer einen Schuss von Kobylanski noch ab, doch Nick Proschwitz staubte zum 3:0 ab.

Würde sich der KFC Uerdingen zu einer ähnlichen Aufholjagd aufrappeln können wie tags zuvor Hertha BSC in Düsseldorf? Tatsächlich kamen die Uerdinger mit mehr Schwung aus der Kabine, was aber auch nicht allzu schwer war, und hatten bereits in den ersten vier Minuten zwei gute Möglichkeiten durch Osawe sowie den eingewechselten Evina. Doch es klingelte erneut auf der anderen Seite. Den ersten Angriff nutzte Merveille Biankdi zum 4:0 und beraubte die Uerdinger Fans auch der letzten Hoffnung. Dem eingewechselten Ali Ibrahimaj gelang in der 77. Minute das Ehrentor. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, schallte es zynisch aus dem Block der KFC-Fans.

Die Gegentore waren in ihrer Entstehung teilweise unglücklich, doch das ändert nichts daran, dass der KFC in der ersten Halbzeit nicht eine gute Offensivaktion, geschweige denn eine Chance hatte. Nach dem Wechsel durfte er etwas mitspielen, das sah zwar etwas besser aus, war aber unter dem Strich deutlich zu wenig. In Krefeld stehen ungemütliche Tage ins Haus.