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Manuel Konrad hatte seine größte Szene beim KFC Uerdingen abseits des Rasens

Vertrag beim KFC aufgelöst : Manuel Konrad hatte seine größte Szene abseits des Rasens

Der KFC Uerdingen hat im Sommer drei Spielern mitgeteilt, dass er trotz laufender Verträge nicht mehr mit ihnen plant: Kevin Großkreutz, Dominic Maroh und Manuel Konrad. Mit letzterem wurde der Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen jetzt aufgelöst.

Manuel Konrad möchte weiterhin Fußball spielen. Deshalb hat er sich mit dem KFC Uerdingen kurz vor dem Ende der Transferperiode, die am Montag Abend endete, auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler kann sich jetzt nach einem neuen Verein umsehen und ist sofort spielberechtigt.

Manuel Konrad, in Illertissen geboren und in der Jugend vom SSV Ulm und SC Freiburg ausgebildet, kam vor zwei Jahren vom damaligen Zweitligisten Dynamo Dresden zum Drittliga-Aufsteiger Uerdingen. Er absolvierte 65 Spiele für den KFC und erzielte ein Tor – im vorletzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen den Chemnitzer FC (1:1).

Seine aufsehenerregendste Aktion hatte er jedoch abseits des Rasens. Nachdem Präsident Mikhail Ponomarev im September vergangenen Jahres nach der 0:3-Pleite gegen den SV Waldhof Mannheim in die Kabine gestürmt war und eine beeindruckende Standpauke gehalten hatte, spielte Konrad die Szene nach und versuchte, den Investor zu imitieren. Damit landete er im Internet einen Lacherfolg, doch kam die Aktion bei der Vereinsführung weniger gut an. Mit einer Suspendierung von lediglich zwei Spielen und einer Geldstrafe ließ der Verein jedoch Milde walten. Konrad dankte es ihm, indem er – angespornt von Teamchef Stefan Reisinger – anschließend seine besten Leistungen im Dress der Blau-Roten zeigte.

Im Sommer teilte der KFC dem Spieler mit, dass er trotz Vertrags bis 2021 in den Planungen des Vereins keine Rolle mehr spiele und sich einen neuen Arbeitgeber suchen könne. Das wiederum war aufgrund des lukrativen Kontrakts in Uerdingen und der Corona-Pandemie kein leichtes Unterfangen. Mit der Abfindung und Vertragsauflösung ist es ihm jedoch nun möglich, unabhängig von der Transferperiode, sich einem neuen Klub anzuschließen.

Eine Einigung mit Kevin Großkreutz und Dominic Maroh ist in ähnlicher Situation bislang nicht zustande gekommen. Sie dürften ihre Karriere beenden.