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Krefelder Fußball-Trio vor lösbaren Aufgaben im Niederrheinpokal

KFC, Teutonia, Fischeln : Krefelder Fußball-Trio vor lösbaren Aufgaben

In der dritten Runde des Niederrheinpokals treten der KFC und Teutonia bei den Landesligisten Dingden und Kapellen an. Fischeln ist Gastgeber des Oberligisten VfB Hilden. VfR-Trainer Himmelmann ist von dem Los enttäuscht.

Faszinierend, der Pokalwettbewerb! Er wirkt oft wie ein Relikt vergangener Tage. Und es gab Zeiten, da wurde er von oben herab belächelt und nicht ganz so ernst genommen. Das hat sich geändert, seitdem auch in dem Wettbewerb ordentlich verdient werden kann. Dabei hebt sich der Pokalwettbewerb wohltuend ab: Hier hat die sportliche Überraschung noch eine Chance gegen die sportliche Planwirtschaft, hier kann der Außenseiter in einem Spiel noch für einen Paukenschlag sorgen, hier kann der übermächtig erscheinende Favorit noch gestürzt und ausgeschaltet werden – so wie beim 5:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal über Bayern München.

Was für die große Bühne gilt, gilt auch für die kleine – den Niederrheinpokal, dessen Gewinner für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert ist. Hier sind die einst erfolgreichen Traditionsvereine MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen, Wuppertaler SV oder Rot-Weiß Oberhausen gern gesehene Gäste.

Bei der Auslosung der dritten Runde des Niederrheinpokals hatten alle drei sich noch im Wettbewerb befindenden Vereine des Fußballkreises Kempen-Krefeld Glück, die die Aufgaben, vor die sie gestellt wurden, erscheinen durchaus lösbar: Regionalligist KFC Uerdingen tritt beim Landesligisten Blau-Weiß Dingden an, Oberligist Teutonia St. Tönis beim Landesligisten SC Kapellen und der Landesligist VfR Fischeln hat Heimrecht gegen den klassenhöheren Oberligisten VfB Hilden.

Für die Uerdinger ist ein Sieg in Dingden, einem Stadtteil von Hamminkeln, und das Erreichen des Achtelfinales Pflicht. Allerdings quälten sich die Blau-Roten bereits in der zweiten Runde gegen den Landesligisten Bedburg-Hau zu einem äußerst mühevollen 4:1 nach Verlängerung.

Auch Teutonia ist gegen Kapellen Favorit. Vielleicht spielt Trainer Josef Cherfi deshalb die Bedeutung der Partie zunächst etwas runter: „Ich bin da vielleicht schmerzfreier als andere. Für mich ist das ein Spiel, in dem Spieler Einsatzzeiten bekommen, die wichtig für ihre Entwicklung ist.“ Dann gesteht er aber: „Logischerweise wollen wir aber auch eine Runde weiterkommen und so weit kommen, dass wir auch mal einen Gegner Zuhause begrüßen können.“

Fischelns Trainer Kalli Himmelmann ist vom Los VfB Hilden ein wenig enttäuscht: „Ich hätte mir ein anderes Los gewünscht. Entweder ein Großer oder ein Kleiner bei dem man eine Runde weiterkommt. Der VfB Hilden ist kein Name, der so richtig zieht. Wir müssen einen guten Tag erwischen, um eventuell eine Runde weiter zu kommen. Wegen unserer personellen Situation kommt das Spiel für mich aber zur Unzeit.“