KFC Uerdingen: KFC Uerdingen will Matchball nutzen

KFC Uerdingen : KFC Uerdingen will Matchball nutzen

Es ist angerichtet: Am Sonntag fällt ab 15 Uhr die Entscheidung, ob der KFC Uerdingen in die NRW-Liga aufsteigt. Weit mehr als 1000 Fans der Blau-Roten werden die Reise mit zum Auswärtsspiel ins Zoostadion des Wuppertaler SV antreten, um wie ein Mann hinter den Elf auf dem Platz zu stehen.

"Das ist eines der Spiele, warum du überhaupt Fußballer bist.Davon können die Jungs noch ihren Enkeln erzählen", sagt KFC-Trainer Peter Wongrowitz, der vor dem Matchball um den Aufstieg noch rasch beim Friseur war: "Seitdem ich in Uerdingen bin, sind meine Haare schon grauer geworden. So einen Spielverlauf wie gegen Straelen muss ich nicht noch mal haben", sagt er in Anspielung auf die beiden Tore in den Schlussminuten, die den KFC erst in diese komfortable Situation gebracht haben, als Spitzenreiter zum Endspiel zu fahren und aus eigener Kraft die Meisterschaft und den Aufstieg perfekt zu machen.

Die Euphorie rund um die Grotenburg ist derweil nahezu grenzenlos. An ein mögliches Scheitern denkt kaum jemand. "Wir lassen uns das Ding nicht mehr nehmen", sagt beispielsweise Kapitän Erhan Albayrak. Dennoch mahnt sein Trainer, den Ball erst einmal flach zu halten: "Fußball ist im Prinzip wie eine Frikadelle - da ist alles drin", sagt Wongrowitz. "Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und Wuppertal ganz, ganz ernst nehmen. Wenn es dann klappt mit dem Aufstieg, dann können wir immer noch richtig feiern." Darum will er auch im Vorfeld nichts von Ankündigungen à la "bei Aufstieg Haare ab" oder dergleichen hören. "Wenn einer meint, er müsse hinterher in die Wupper springen, dann kann er das nach dem Spiel machen, aber nicht schon vorher daran denken. Hinterher ist noch genug Zeit für Kaspereien."

Ungeachtet des Ausgangs hofft der Trainer, dass sich sowohl die Mannschaft als auch die Fans meisterlich verkaufen. "Die Fans sollen eine große Party feiern, die Mannschaft unterstützen und sich nicht von irgendwelchen Pannemännern provozieren lassen. Wir wollen uns auf dem Platz vernünftig verkaufen, und ich hoffe, dass wir das auch auf den Rängen machen werden. Es reicht ja schließlich, wenn wir das Feuerwerk später bei der Abschlussfeier zünden werden."

Im KFC-Team ist derweil personell alles an Bord. Angeschlagen sind weiterhin Igor Bendovskyi und Ersan Tekkan, Wongrowitz geht aber davon aus, dass beide morgen spielen werden.

(RP)
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