Vor dem Drby gegen den SC St. Tönis KFC-Trainer Marcus John als nüchterner Rechner

Krefeld · Nach dem mageren 0:0 in Hamborn steht der KFC Uerdingen am Samstag im Derby gegen den SC St. Tönis unter Druck, zumal die Bilanz für den Nachbarn spricht. Derweil macht der Coach eine eigene Rechnung auf.

Trainer Marcus John rechnet vor, wieso der KFC mit einem Derbysieg im Soll liegt.

Trainer Marcus John rechnet vor, wieso der KFC mit einem Derbysieg im Soll liegt.

Foto: Stefan Brauer / Brauer-Fotoagent

Der Stachel der Enttäuschung saß bei den Spielern und Fans des KFC Uerdingen nach dem 0:0 bei den Sportfreunden Hamborn tief. Sie trauerten gemeinsam der verpassten Chance nach, Boden auf den gestrauchelten Spitzenreiter Baumberg wettgemacht zu haben. Entsprechend war die Stimmung am Montag Abend beim Training auch nicht die beste. Trainer Marcus John schlüpfte dementsprechend in die Rolle des Seelenmasseurs. Seine Aufgabe in dieser Woche ist entsprechend klar: Er muss die Spieler aufbauen, die Spiel verbessern und die Vorfreude auf das Derby gegen den SC St. Tönis (Samstag, 18 Uhr) wecken.

 „Wir hatten uns viel vorgenommen, mit einer neuen Formation gespielt. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant, haben aber keine echten Torchancen herausgespielt“, sagte Alexander Lipinski, der für die vermeintliche Führung gesorgt hatte, doch der Schiedsrichter hatten dem Treffer angeblichen Handspiels die Anerkennung versagt. „Für mich war das nur Brust, ich habe den Ball überhaupt nicht an der Hand gespürt. Aber wir haben uns einfach nicht genug Chancen erspielt und am Ende kam die dumme gelbrote Karte hinzu.“

Sürmer Pascal Weber, der überhaupt nicht ins Spiel gekommen und von den Mitspielern eingesetzt worden war, war tief enttäuscht: „Das war maximal bitter, obwohl wir gut ins Spiel gekommen sind und gar nicht zugelassen haben. Wir haben genau all das umgesetzt, was wir wollten, verlieren aber nach der Pause den Faden. Es gelingt uns aber immer noch nicht, klare Chancen herauszuspielen, obwohl wir super dominant sind.“

Ähnlich urteilte Florian Abel. „Die erste Halbzeit war okay, aber die zweite war gar nichts, die müssen wir in dieser Woche aufarbeiten“, urteilte der Kapitän. „Wir müssen jetzt gegen St. Tönis an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen. Jetzt müssen wir einfach weitermachen, weiter Gas geben und das Derby gewinnen.“

Trainer Marcus John blickt inzwischen nach vorne und macht folgende Rechnung auf. „Unser Ziel muss es sein, mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde. Da hatten wir aus den Begegnungen gegen Homberg, Hamborn und St. Tönis vier Punkte geholt“, rechnet der Coach vor. „Jetzt haben wir aus den ersten beiden Begegnungen vier Zähler geholt. Wir wollen jetzt das Derby gewinnen, dann stehen wir mit sieben Zälern deutlich besser da als in der Hinrunde.“ Klingt gut.

Soll der Plan umgesetzt werden, so bedarf es aber einer deutlichen Leistungssteigerung gegen den Nachbarn, der in der vergangenen Saison in der Grotenburg einen geradezu sensationellen 4:1-Sieg feierte und in dieser Saison im Hinspiel mit 2:1 die Oberhand behielt. Und das das erste Treffen vergangene Saison 2:2 endete, lautet die für den KFC ernüchternde Bilanz: kein Sieg, ein Remis, zwei Niederlagen. Wenngleich die Gäste alles tun werden um die positive Serie auszubauen, so sollten die Uerdinger einen Derbysieg zum Ausgangspunkt ihrer Aufholjagd machen und die Euphorie vor dem Pokalknaller gegen Rot-Weiss Essen schüren.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort