KFC Uerdingen weiter in der Krise: 2:3-Niederlage bei der SG Sonnenhof Großaspach

Janjic mit Doppelpack gegen Uerdingen: Ehemaliger Duisburger schießt KFC ab

Maximilian Beister bringt die Uerdinger zwar in Führung, doch Zlatko Janjic dreht das Spiel mit seinen beiden Treffern, Timo Röttger erhöht auf 3:1, ehe Osayamen Osawe verkürzt.

Auch unter dem neuen Trainer Norbert Meier kann der KFC Uerdingen seine Talfahrt nicht stoppen. Die 2:3 (1:1)-Niederlage bei der SG Sonnenhof Großaspach ist die vierte Schlappe in den zurückliegenden fünf Spielen. Die Gäste begannen zwar ordentlich, doch leisteten sie sich in der Defensive zu viele Fehler.

Trainer Norbert Meier hatte die Formation auf zwei Positionen geändert. Für Kapitän Mario Erb, dessen Nase nach einem Bruch in den vergangenen Tagen noch einmal gerichtet werden musste, kam Assani Lukimya in die Innenverteidigung. Die Spielgenehmigung für den 33 Jahre alten Kongolosen, der zuletzt in China gekickt hatte, war am Mittwoch eingetroffen, so dass er in Großaspach sein Debüt im KFC-Trikot feiern konnte. Zudem kam für den erkrankten Manuel Konrad, der zu Hause geblieben war, Connor Krempicki in die Elf.

Stefan Aigner führte die Krefelder Mannschaft auf den Rasen der Mechatronik Arena. Da hatten einige KFC-Fans auf der sonnigen Tribüne bereits ihre Oberkörper frei gemacht. Sie sorgten aber nicht nur für den optischen Blickfang, sondern gaben auch akustisch den Ton an – und ihre Mannschaft auf dem Feld. So war der Führungstreffer keine Überraschung, wohl aber die Art und Weise für die Gastgeber. Sie rechneten mit einer Hereingabe, doch Maximilian Beister verwandelte in der neunten Minute den Freistoß von der rechten Seite mit einem Schuss in den Winkel direkt. Wenig später hätte Beister nach einer Flanke von Aigner per Kopf sogar auf 2:0 erhöhen können.

Doch nun mussten die Gastgeber, die mit 18 Treffern den bislang schwächsten Angriff der Liga stellen, die Initiative ergreifen. Die Chance zum Ausgleich hatten sie nach einem Freistoß, doch Philipp Hercher traf per Kopf nur den Pfosten. Doch auf der anderen Seite hatten die Uerdinger in dem unterhaltsamen Spiel weitere Möglichkeiten durch Beister, Krempicki und Osayamen Osawe. Weil sie diese nicht nutzten, konnte Großaspach ausgleichen. Baku wurde von Kevin Großkreutz nicht attackiert und Zlatko Janjic war mit der Fußspitze eher am Ball als Lukimya. Der Ball schlug in der 35. Minute aus kurzer Distanz unhaltbar unter der Latte ein.

„Wir müssen so weiter spielen wie in der ersten Halbzeit, aber unsere Chancen konsequent nutzen, Standards vermeiden und hinten hellwach sein“, sagte Uerdingens Co-Trainer Stefan Reisinger in der Halbzeit. Das Konzept ging zunächst nicht auf. In der 62. Minute bekamen sie einen Elfmeter zugesprochen nach einem angeblichen Foul von Lukimya - eine Fehlentscheidung. Janjic nahm das Geschenk an und verwandelte sicher zur 2:1-Führung. Der dritte Gegentreffer jedoch war einwandfrei. Timo Röttger traf mit einem Flachschuss aus der Distanz. Damit war der Deckel drauf, zumal die Gastgeber nun immer sicherer und selbstbewusster wurden - dachten die meisten. Doch es keimte noch einmal Hoffnung, als Osawe in der 77. Minute verkürzte.

Die Niederlage war am Ende verdient, weil die Uerdinger nach gutem Beginn stark abbauten. Trainer Meier hat in den kommenden Tagen viel Arbeit, soll im nächsten Heimspiel gegen Preußen Münster endlich wieder ein Sieg her.

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