KFC Uerdingen: Warum Lukas Königshofer nach Krefeld gewechselt ist

Die neue Nummer eins in Uerdingen : Warum KFC-Keeper Lukas Königshofer anders ist

Der 30 Jahre alte Torhüter verlässt Unterhaching aus nicht ganz alltäglichen Gründen. Und mit einem Kasten Bier das Flugzeug zu besteigen, ist ebenso ungewöhnlich. Die neue Nummer eins des KFC Uerdingen ist ein Typ.

Einige Fans freuen sich jetzt schon auf das Spiel am 1. Februar in Unterhaching. Aus guten Gründen, denn es ist eine der schönsten Auswärtsfahrten. Kaum irgendwo anders werden die Gäste so freundlich empfangen und aufgenommen wie in Haching. Die Gastgeber sind freundlich und um das Wohl der Gäste bemüht. Es herrscht dort eine einzigartige, familiäre Atmosphäre. Genau aus diesem Grund wollte Lukas Königshofer nichts wie weg. Bereits im Frühjahr kündigte der Torhüter bei der Spielvereinigung an, dass er seinen Vertrag nicht verlängern werde. „Ich wollte mich verändern“, erzählt er auf der Terrasse des Travel Charme in Werfenweng. „Die Philosophie in Unterhaching hat mir nicht so gepasst. Da ist alles schön, lieb, nett und alle werden gestreichelt. Aber die wichtigen Dinge werden nicht angesprochen. Das widerspricht meiner Art.“

Lukas Königshofer ist anders. Er ist ungeduldig, wenn etwas nicht funktioniert, hat keine Angst. „Ich bin Leistungssportler und nicht da, um mir ein ruhiges Leben zu machen“, sagt er. „Meine Zeit im Fußball ist begrenzt. Ich brauche ein entsprechendes Umfeld.“ Das glaubt er beim KFC Uerdingen vorzufinden. „Ich bin überzeugt, dass ich den richtigen Verein erwischt habe. Wir haben ein ambitioniertes Team. Mit Mittelmaß wird sich hier nicht zufrieden gegeben.“ Mit dieser Meinung steht er gewiss nicht alleine da.

Aber eigentlich wollte er überhaupt nicht Torhüter werden. „Aber ich war einfach gut und musste mich entscheiden“, blickt der 30 Jahre alte gebürtige Wiener zurück. Aber die Entscheidung traf er nicht etwa aus dem Bauch heraus, sondern wohl überlegt. „Mit 13 Jahren wurde meine Handwurzel geröntgt und es zeigte sich, dass ich groß werde.“ 1,93 Meter ist er lang, was für einen Torhüter geradezu ein Gardemaß ist. „Basketballer wirst du auch nicht mit 1,70 Meter. Die Torhüter in den ersten drei Ligen sind sicherlich größer als der Durchschnitt der Bevölkerung.“

Seine Länge hilft ihm bei hohen Bällen, doch ist dies natürlich nicht seine einzige Stärke. „Er ist meine Nummer eins“, hat sich Trainer Heiko Vogel bei der Verpflichtung sofort festgelegt.

Der Keeper will seinen Beitrag zum Erfolg leisten und ist optimistisch. „Solch eine Breite der individuellen Qualität hatte ich noch nie“, sagt er. „Es macht Spaß, auch weil es unterschiedliche Charaktere sind. Die Kommunikation ist das Wichtigste. Dann müssen wir zusammen wachsen und brauchen einen guten taktischen Plan.“

KFC, Lukas Königshofer. Foto: Thomas Schulze

Dass sein Name in Krefeld aus anderem Grund längst bekannt ist und eine große Rolle spielt, weiß Königshofer schon seit einem Jahr. „Damals kam die Brauerei auf mich zu und fragte, ob wir beim Spiel von Unterhaching beim KFC ein Foto machen könnten mit einem Kasten Bier“, berichtet Königshofer. Er hat natürlich zugestimmt. „Dann bin ich mit dem Kasten Bier im Flugzeug zurück geflogen.“ Auch nicht alltäglich – wie die Gründe seines Abschieds aus Unterhaching.

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