KFC Uerdingen: Warum der neue Trainer Heiko Vogel zu Präsident Mikhail Ponomarev passt

KFC Uerdingen : Darum passt Trainer Vogel zu Präsident Ponomarev

Heiko Vogel mag den Ballbesitz und „liebe es, zu agieren“. Das ist aber nur ein Grund, warum der neue Trainer zum KFC Uerdingen und seinem Präsidenten Mikhail Ponomarev passt. Der Tipp kam aus Russland.

Heiko Vogel kommt frisch geduscht vom Training. „Es wird eine anstrengende Zeit“, sagt der neue Trainer des KFC Uerdingen. „Das erste Training ist vorbei und ich freue mich schon auf das zweite. Das sagt eigentlich schon alles. Es ist ein unglaublich spannendes Projekt, aber ich mag solch positive Ambitionen, auch wenn es etwas Zeit braucht.“ Mikhail Ponomarev sitzt neben Vogel. Auch der KFC-Präsident ist sehr gut gestimmt. Er glaubt, den richtigen Trainer für sein spannendes Projekt gefunden zu haben. Das Duo ist auskunftsfreudig.

Ponomarev über die Verpflichtung „Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Entscheidung getroffen haben. Es ist ein wichtiger Schritt in unserer Entwicklung, an der auch die früheren Trainer – von Andre Pawlak an, über Stefan Krämer bis heute – teilhaben, jeder auf seine Weise.“

. . . über den Zeitpunkt „Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition und können den nächsten Schritt tun. Wir brauchen Mentalität und modernen Fußball. Ich bin schon gespannt auf die nächste Saison. Aber wir haben auch jetzt noch Ziele. Platz fünf zu erreichen ist noch möglich und natürlich der Einzug in den DFB-Pokal. Für uns startet die Saison jetzt neu. Es sind vier wichtige Wochen.“

. . . wie er auf Vogel kam „Es war ein Tipp aus Russland. Ein Top-Verein hatte Interesse an ihm und hat uns auf die Idee gebracht.“

Vogel über die Vertragsverhandlungen „Es waren konstruktive, auch selbstkritische Gespräche. Aber sie waren positiv und spannend, deshalb sind wir uns einig geworden. Es ist ein ganz spannendes Projekt, hier ist einiges möglich. Und Deutschland war mein Ziel, denn hier wird Fußball anders gelebt.“

. . . über seine Philosophie „Ich mag den Ball, deshalb spielt Ballbesitz für mich eine große Rolle. Ich weiß aber auch, dass selbst 80 Prozent Ballbesitz nicht entscheidend sind. Deshalb sind mit zwei Statistiken wichtig: Torschüsse und Resultate. Aber ich liebe es, zu agieren.“

. . . über die Mannschaft „Ich kenne sie alle. Zusammengearbeitet habe ich aber nur mit Mario Erb. Er war drei Jahre lang mein Kapitän in der Bayern-Jugend. Stefan Aigner war damals immer auf der anderen Seite.“

. . . über den Altersdurchschnitt „Ja, es sind viele erfahrene Spieler in der Mannschaft. Aber nicht jung oder alt ist entscheidend, sondern die Qualität. Habe ich allerdings zwei Spieler von gleicher Qualität, dann bevorzuge ich den jüngeren. Aber hier wird jetzt sicherlich kein Jugendwahn ausbrechen. Es wird allerdings definitiv Veränderungen geben.“

. . . über seinen ersten Eindruck „Der ist positiv. Es ist eine sehr lebendige Mannschaft, in der auch gesprochen wird. Das ist gut, denn die Kommunikation ist ganz wichtig.“

. . . über sein Trainerteam „Ich habe Patrick Dippel mitgebracht, das ist mein Vertrauter. Aber ich bin auch froh, dass ich in Funny Heinemann einen erfahrenen Trainer an meiner Seite habe und Stefan Reisinger, der die Mannschaft kennt.“

. . . über die kurzfristigen Ziele „Wir wollen auf jeden Fall den Niederrheinpokal gewinnen. Einen Titel zu gewinnen, ist das allerschönste und ein wunderbarer Saisonabschluss. Außerdem wären wir dann im zweiten großen Wettbewerb, den es in Deutschland gibt, dabei. Aber eines ist auch klar: Wir kassieren zu viele Gegentore.“

Ponomarev über den Zeitpunkt des Einstands „Die Sommerpause ist in diesem Jahr für uns extrem kurz. Bereits am 20. Juli beginnt die neue Saison, und wir brauchen vorher eine gute Vorbereitung. Deshalb haben wir entschieden, dass Heiko Vogel schon jetzt übernimmt. Frank Heinemann hat einen sehr guten Job gemacht. Für mich war der Abstieg nie ein Thema, aber die Situation war schwierig. Außerdem hat Heiko Vogel jetzt noch Zeit zu schauen, wie die Arbeit mit den Spielern verläuft.“

. . . über die viele Trainerwechsel „Das machen wir ja nicht aus Spaß, sondern nur, wenn es notwendig ist. Wir haben Ziele, die wir erreichen wollen. Mal überspitzt gesagt: Wir würden auch 18 Mal den Trainer wechseln, wenn es notwendig wäre, um das Ziel zu erreichen.Schauen wir in die Zweite Liga: Ingolstadt hat fünf Mal den Trainer gewechselt, der MSV Duisburg einmal – und wer rettet sich?“

Mehr von RP ONLINE