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KFC Uerdingen: Vertrauen von Mikhail Ponomarev und Stefan Krämer zahlt sich aus

Nach turbulenten Tagen : Vertrauen zahlt sich beim KFC Uerdingen aus

Fünf Punkte aus den ersten sechs Saisonspielen und eine 0:4-Heimschlappe gegen Wiesbaden hatten für Gesprächsbedarf und Krisensitzungen gesorgt. Der KFC Uerdingen ist aus der misslichen Situation gestärkt hervor gegangen.

Es ist eine dieser wunderbaren Geschichten, die der Fußball ab und zu schreibt. Nach der bitteren 0:4-Heimniederlage gegen Wiesbaden hatte sich Uerdingens Trainer Stefan Krämer vor seine Mannschaft gestellt und die volle Verantwortung für die Schlappe übernommen. Der Coach ging volles Risiko, denn er wusste, dass er sich damit nicht nur angreifbar macht, sondern sein Stuhl wackelt. Doch der wackelte nicht, weil er Präsident Mikhail Ponomarev erklären konnte, warum der Saisonstart nicht wie erhofft verlaufen ist. Der Trainer hatte sich schützend vor seine Spieler gestellt, der Präsident stellte sich vor seinen Trainer und stärkte ihm den Rücken. Die Mannschaft zahlte das in sie gesetzte Vertrauen an Krämer zurück, dieser wiederum dankte es dem Präsidenten: Der KFC gewann beim MSV mit 2:0. Es war der erste Sieg der Uerdinger bei den Zebras seit über 38 Jahren, ausgerechnet an dem Tag, an dem Ponomarev sein 46. Lebensjahr vollendete. Keine Frage: Der Sieg tut allen gut.

Bleibt die Frage: War es eine Eintagsfliege oder ein Trendwechsel? Weder noch. Die Uerdinger befinden sich nach einem radikalen Umbruch in einem Entwicklungsprozess. Es war in dieser Saison nicht alles schlecht und wird ab jetzt nicht alles gut sein. Es wird Erfolgserlebnisse geben, aber auch Rückschläge. Entscheidend wird sein, dass alle diesen Weg weiter gehen wollen und Fortschritte zu sehen sind. Schließlich ist der Aufstieg in dieser Saison kein Thema. Es gibt genügend andere Dinge, worauf sich die Fans freuen: Auf die nächste Drittliga-Saison in der Grotenburg, möglicherweise mit Derbys nicht nur gegen Duisburg, sondern auch gegen Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen.