KFC Uerdingen verliert Verfolgerduell bei der SpVgg Unterhaching 0:4

Vier Gegentore am vierten Advent: Uerdingen geht in Unterhaching 0:4 unter

Nach fünf Siegen in Folge hat es den KFC Uerdingen erwischt. Beim 0:4 bei der SpVgg Unterhaching war die überforderte Mannschaft von Trainer Stefan Krämer chancenlos.

Stefan Krämer steht am Spielfeldrand. Er hat die Hände in den Taschen und schüttelt nur den Kopf. Seine Mannschaft zeigt eine schwache Leistung und kassiert die höchste Saisonniederlage. Die Uerdinger verloren auch in der Höhe verdient mit 0:4 (0:3), behaupten aber trotzdem den dritten Platz in der Dritten Liga. Damit endete ein überaus erfolgreiches Jahr 2018 völlig unpassend.

Nachdem sich Kevin Großkreutz am Samstag mit Oberschenkelproblemen abgemeldet hatte, musste Stefan Krämer die erfolgreiche Viererkette auf der Position des rechten Verteidigers ändern. So kam Jan Holldack zum Einsatz. Hingegen musste Robert Müller wieder seinen Platz für Christopher Schorch räumen, der nach abgelaufener Sperre wieder spielberechigt war. Ebenso erging es Maurice Litka im Mittelfeld, da Tanju Öztürk seine Sperre ebenfalls verbüßt hatte. Der zuletzt erfolgreiche Angriff blieb bestehen, da Maximilian Beister nach einer fiebrigen Erkältung auflaufen konnte. „Wir schauen wie lange es geht“, sagte Stefan Krämer vor dem Anpfiff. „Das Fieber hat natürlich Körner gekostet.“ Beister war zuvor in prächtiger Torlaune und hatte in den zurückliegenden vier Spielen fünf Mal getroffen.

„Wir werden heute viele Tore sehen“, prognostizierte Unterhachings Trainer Claus Schromm und sollte damit goldrichtig liegen. Die Spielvereinigung stand unter Druck, denn sie lag fünf Punkte hinter den Gästen, musste folglich offensiv agieren. Das tat sie von Beginn an und ging in der elften Minute durch Stefan Schimmer in Führung, nachdem die Flanke von der linken Seite nicht verhindert worden war. Es war bereits der 39. Saisontreffer der besten Offensivmannschaft der Liga.

Es dauerte bis zur 25. Minute, doch da hatten die Uerdinger gleich zwei gute Möglichkeiten durch Beister und Aigner. Auf der anderen Seite rettete Maroh in höchster Not, als er sich in einen Schuss von Torjäger Stephan Hain warf und ihn blockte. Doch fünf Minuten vor Pause klingelte es zum zweiten Mal. Der völlig frei stehende Schimmer traf zum zweiten Mal – diesmal jedoch von der linken Seite mit dem Fuß flach ins Eck. Und es kam noch schlimmer. Unmittelbar vor der Pause sorgte Sascha Bigalke mit einem Freistoß für das 3:0 – die Entscheidung.

Nach dem Wechsel bemühten sich die Uerdinger um eine Ergebnisverbesserung, doch es schlug erneut im Kasten von Vollath ein. Bei dem Freistoß von Hachings Kapitän Alexander Winkler sah der Keeper nicht gut aus. Anschließend plätscherte die Partie dahin, wobei die Gastgeber die gefährlichere Mannschaft blieben.

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