KFC Uerdingen verliert nach 0:1-Schlappe in Unterhaching den Anschluss

KFC kassiert 0:1-Niederlage in Unterhaching : Uerdingen mangelt es an Durchschlagskraft

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung wartet der KFC Uerdingen im neuen Jahrzehnt noch auf den ersten Punktgewinn. Dem 0:3 gegen Bayern München II folgt eine bittere 0:1-Niederlage bei der Spielvereinigung Unterhaching.

Im Fußball gewinnt bekanntlich nicht immer die bessere Mannschaft. Ein Beispiel dafür lieferte die Partie zwischen der SpVgg Unterhaching und dem KFC Uerdingen. Die Gastgeber, die sich durchaus berechtigte Aufstiegshoffnungen machen, kamen nur einmal durch eine Standardsituation gefährlich vor das Tor des KFC. Aber das genügte vor 7.500 Zuschauern für einen schmeichelhaften 1:0-Sieg. Die Uerdinger müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie aus ihrer deutlichen Überlegenheit kein Kapital geschlagen haben. Es fehlte an der notwendigen Durchschlagskraft und Zielstrebigkeit in der Spitze.

15 Grad, heiter – das Wetter war an diesem 1. Februar ideal, um einen ersten Ausflug in einen Biergarten zu unternehmen. Die Spielvereinigung hat solch einen kleinen, familiären direkt vor dem Stadion. Da diskutierten die KFC-Fans bereits eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff, welche Anfangsformation Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Daniel Steuernagel wohl wählen würden. Denn eines war sicher: Sie musste die Mannschaft umbauen. Der Grund: In den gesperrten Assani Lukimya, Man Dieuel Konrad und Jean-Manuel Mbom sowie den verletzten Adam Matuschyk, Alexander Bittroff und Adriano Grimaldi fehlten gleich sechs Akteure, die ansonsten erste Wahl gewesen wären. Zudem wurde Kevin Großkreutz aus dem Kader gestrichen.

Das Duo Reisinger/Steuernagel löste die Aufgabe erwartungsgemäß, indem in der Innenverteidigung Kapitän Jan Kirchhoff zum Einsatz kam. Der littauische Nationalspieler Edvinas Girdvainis feierte sein Debüt beim KFC auf der Sechser-Position. Die zweite Neuverpflichtung, der Bosnier Rijad Kobiljar, nahm zunächst auf der Bank platz.

Im Mittellfeld gab es noch einen weiteren Debütanten: Dennis Daube war nach fast eineinhalbjähriger Verletzungspause wieder dabei. „Er hat ein sehr großes Verantwortungsbewusstsein bei Ballbesitz“, sagte Steuernagel, der sich von Daubes Mitwirken mehr Stabilität und Ruhe versprach. In der Spitze lief Osayamen Osawe als zweite Spitze neben Torjäger Tom Boere auf. In klares Zeichen, dass sich die Gäste beim Aufstiegsaspiranten auf keinen Fall verstecken wollten.

Die Anfangsphase war wirklich vielversprechend. Der KFC war gegenüber der 0:3-Heimpleite gegen Bayern München II nicht wieder zu erkennen. So hatten die Gäste auch die erste gute Chance durch Osawe, doch Torhüter Nico Mantl lenkte den um den Außenpfosten. Zwei Minuten später sah Teamchef Reisinger die Gelbe Karte, als er sich über eine Freistoßentscheidung aufregte. Womöglich hatte er geahnt warum, denn der erste Ball auf das Uerdinger Tor brachte die Spielvereinigung in Führung. Christoph Greger staubte nach der Abwehr von Torhüter Lukas Königshofer ab. Die Uerdinger verdauten den Rückstand und kamen durch Roberto Rodriguez, Kirchhoff und Osawe zu den nächsten Chancen, doch ein Tor fiel vor der Pause nicht mehr.

Das Bild änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Die Uerdinger waren aktiver und hatten die nächste Möglichkeit durch einen Kopfball von Osawe. Die Gäste schnürten die Spielvereinigung regelrecht ein, die kaum einmal über die Mittellinie kam. Weitere gute Chancen hatte die eingewechselten Franck Evina und Ali Ibrahimaj sowie Tom Boere. So reichte den Gastgebern eine Standardsituation, um drei Punkte zu ergattern.