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KFC Uerdingen verliert gegen SV Wehen Wiesbaden Punkte und Osayamen Osawe

0:4-Niederlage gegen Wiesbaden : KFC Uerdingen verliert Punkte und Osayamen Osawe

Die kleine Erfolgsserie des KFC Uerdingen von drei Spielen ohne Niederlage ist jäh gerissen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer verlor gegen Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden mit 0:4. Bereits zur Pause lag der KFC aussichtslos zurück.

Der Wiesbadener Johannes Wurtz hatte vollmundig angekündigt, den KFC „weghauen“ zu wollen. Der Stürmer des SV Wehen Wiesbaden, der seine beiden Saisontore zuvor beim 2:0-Auswärtssieg bei Viktoria Köln erzielt hatte, traf und die Gäste gewannen erneut. Diesmal aber mit 4:0, weil Maurice Malone (2) und Gianluca Korte weitere Treffer beisteuerten. Hatten die Uerdinger in den beiden Begegnungen zuvor gegen den FC Bayern München II (1:1) und beim FSV Zwickau (2:1) einen Rückstand noch wett machen können, so war es ihnen diesmal nicht möglich. Dass der KFC vorne Ladehemmung hat, ist nicht neu, doch dass er in der Defensive derart undiszipliniert und unkonzentriert agiert schon. Das 0:4 ist die höchste Heimniederlage seit dem Wiederaufstieg in die 3. Liga im Sommer 2018.

Bei den Uerdingern fehlte neben den Langzeitverletzten Kapitän Jan Kirchhoff, Peter van Ooijen, Adriano Grimaldi und Haktab Omar Traore auch der gesperrte Fridolin Wagner. Nicht im Kader standen Edvinas Girdvainis, dem nach den Länderspielen für Litauen noch eine Pause gegönnt wurde, und der erst kürzlich verpflichtete Patrick Göbel.

Uerdingens Trainer Stefan Krämer hatte drei, vier Veränderungen angekündigt, doch es wurden nur zwei. Das lag daran, dass die in Zwickau beim 2:1-Sieg vorzeitig verletzt ausgeschiedenen Christan Dorda und Tim Albutat wieder rechtzeitig einsatzfähig waren. So kamen im Mittelfeld Dave Gnaase für Gino Fechner und Osayamen Osawe für Gustav Marcusson in die Anfangsformation. Der in Nigeria geborene Stürmer gab damit sein Saisondebüt, nachdem er Mitte August beim Test in Hannover einen Muskelfaserriss erlitten hatte. „Er hat für eine Stunde Luft“, sagte Krämer vor dem Anpfiff. Damit setzte der Coach zugleich ein klares Zeichen, indem er in Osawe und Muhammed Kiprit auf ein offensives Duo setzte.

Die Gastgeber hatten es verstanden und bereits nach 47 Sekunden die erste Möglichkeit, als der Ball die Grundlinie entlang die gesamte Torbreite von 7,32 entlang zischte. Die Gäste, deren Stürmer Johannes Wurtz angekündigt hatte, Uerdingen „weghauen“ zu wollen, versteckten sich jedoch nicht. In der 13. Minute ließ Wurtz seiner vollmundigen Ankündigung die Tat folgen. Stefan Velkov störte den Wiesbadener nicht beim Kopfball, der platziert ins untere Eck traf. Drei Minuten später gab es für den KFC die nächste kalte Dusche: Osawe humpelte erneut verletzt vom Platz; für ihn kam Marcusson. In der Folge war das Spiel beider Mannschaften schnell, aber auch extrem fehlerhaft. Doch die Gäste nutzten ihre zweite Chance zum 2:0 durch Maurice Malone in der 31. Minute. Das war bereits die Entscheidung, den von diesem Wirkungstreffer erholten sich die Uerdinger nicht. Als Dorda fünf Minuten später nicht bei Malone stand, hatte der 20 Jahre alte Stürmer alle Zeit der Welt, um den Ball zum 3:0 ins lange Eck zu zirkeln. Immerhin gab der KFC vor der Pause noch ein Lebenszeichen ab, doch Marcusson traf nur den Pfosten.

Nach dem Wechsel wurde es beim KFC nicht besser. Die Mannschaft wirkte zwar fleißig, aber mut- und ideenlos. Anders die Gäste, die mit der klaren Führung im Rücken noch für ein Kabinettstückchen sorgten: Gianluca Korte erhöhte in der 63. Minute per Fallrückzieher auf 4:0. In so einem Spiel gelingt den einen dann alles, den anderen eben nichts.

Die nächste Möglichkeit der Rehabilitierung bietet sich den Uerdingern am Samstag im Niederrhein-Derby beim MSV Duisburg.