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KFC Uerdingen verliert gegen SC Wiedenbrück in letzter Sekunde

2:3 gegen SC Wiedenbrück : KFC Uerdingen verliert in letzter Sekunde nach starkem Spiel

Der KFC Uerdingen hat einen erstaunlichen Entwicklungsschritt gemacht. Die Mannschaft von Trainer Dmitry Voronov zeigt ihre beste Saisonleistung, verliert aber in der Nachspielzeit gegen den SC Wiedenbrück mit 2:3.

Der SC Wiedenbrück war den Fans in bester Erinnerung. Bei den Ostwestfalen hatte der KFC Uerdingen einen seiner größten Erfolge der jüngeren Vergangenheit gefeiert. Am 13. Mai 2018 waren die Blau-Roten dort durch einen 5:0-Sieg Meister der Regionalliga geworden und hatten sich damit für die Relegationsspiele gegen den SVW Mannheim um den Aufstieg in die Dritte Liga qualifiziert. Der zweifache Torschütze Lucas Musculus, Maximilian Beister, Conor Krempicki und Johannes Dörfler hatten dort getroffen. Aber nicht nur sie sind nicht mehr da, niemand von damals, ganz gleich ob Spieler, Trainer, Physiotherapeut oder Betreuer ist mehr in Diensten des KFC. Die Zeiten haben sich grundlegend geändert. Das war natürlich auf dem Platz zu sehen, doch die Uerdinger Fans wurden angenehm überrascht. Die Mannschaft von Trainer Dmitry Voronov war gegenüber den beiden ersten Spielen nicht wiederzuerkennen und zeigte ihre mit Abstand beste Saisonleistung. Sie verdiente sich eigentlich den ersten Punkt, verlor aber durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 2:3 (1:0).

Trainer Voronov musste bereits vor dem Anpfiff zwei knifflige Fragen klären: Wer wird die Mannschaft auf Feld führen und auf wie vielen Positionen wird er seine Mannschaft gegenüber der 1:3-Niederlage gegen den Bonner SC am vergangenen Samstag ändern?

In der Frage nach dem Kapitän entschied er sich für Leonel Kadiata. Es war der dritte Mannschaftsführer im dritten Spiel, nachdem Marcel Kretschmer bei Rot-Weiß Oberhausen (0:6) die Binde getragen hatte und Justin Ospelt gegen Bonn. Der Torhüter ist inzwischen auch offiziell zum Kapitän ernannt worden, doch fehlte er verletzungsbedingt. Ebenso wie Kretschmer und Ospelt, die beide jeweils in der zweiten Halbzeit nicht mehr auf dem Platz standen, musste auch der 27 Jahre alte Verteidiger Kadiata nach der Pause in der Kabine bleiben. Das dürfte auch so ziemlich einmalig sein.

Voronov hatte sein Team – wie schon gegen Bonn - auf gleich fünf Positionen verändert. Für Torhüter Ospelt, die Verteidiger Niklas Schukbert, Jason Prodanovic, Mittelfeldspieler Ouadie Barini und Offensivkraft Tom Fladung kamen Jovan Jovis, Connor Klossek, Miran Agirbas, Justin Neiß und Marco Cirillo in die Startelf.

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Es war vom Anpfiff weg verblüffend, welchen Entwicklungsschritt die Mannschaft gemacht hat. Die Uerdinger zeigten von Beginn an ihre beste Saisonleistung, standen defensiv besser und hatten längere Ballbesitzphasen. Die Fans staunten und feierten in der 24. Minute das 1:0 durch Abdul Fesenmeyer, der den Ball aus halblinker Position schön in den Winkel schlenzte. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass der KFC in Führung ging. Die Gäste, die zuletzt immerhin Oberhausen 1:0 besiegt hatten, reagierten und hatten ihre beste Möglichkeit durch Niklas Szeleschus, die Torhüter Jovic vereitelte, der auch beim Freistoß von Hedrik Lohmar eine starke Leistung bot. So war die Pausenführung der Gastgeber verdient.

Doch unmittelbar nach Wiederanpfiff gab es die kalte Dusche. Nach nur 34 Sekunden erzielte Benedikt Zahn den Ausgleich - war das bitter. Den Gästen gab das natürlich Auftrieb, sie waren nun spielbestimmend und drängten auf die Führung. Doch der KFC nahm den Kampf an und schlug zurück. Einen Schuss von Justin Neiß konnte Hölscher nicht festhalten und Charles Atsina war zur Stelle und schoss in klassischer Abstaubermanier ein. Doch Wiedenbrück hielt dagegen und hatte Glück, dass der Unparteiische ihnen fälschlicherweise einen Einwurf zusprach, den sie durch Saban Kaptan zum erneuten Ausgleich verwerteten. In der Folge war es ein Kampfspiel, in dem der KFC den einen Punkt mit großem Einsatz verteidigte und am Ende eine Punkt verdient gehabt hätte. Doch Ousman Touray traf in der Nachspielzeit mitten ins Uerdinger Herz.

Am kommenden Samstag treten die Uerdinger beim 1. FC Köln II an.